Dienstag, 13. Februar 2018

12 von 12 l im Februar 2018

Das war heute sowas von ein schöner Tag! Ich bin so dankbar für mein Leben und die Menschen, die mich darin begleiten. Und absurder Weise sieht man das Besondere an diesem Tag auf kaum einem meiner Bilder. Die besten Momente sind eben oft die, in denen man nicht ans Foto machen denkt...

Als der Wecker klingelt bin ich erfreulich wenig müde für den ersten Montag nach einer Woche Ferien. Ich ahne allerdings, dass es dem Schulkind da etwas anders gehen könnte und beschließe, Grießbrei zum Frühstück zu servieren. Als das Schulkind die Küche betritt ist es bedeutend weniger müde als befürchtet. Die Tatsache, dass es heute seine erste Stunde Karate-Training im Schulhort hat - darauf musste der arme Kerl jetzt wegen Umbau der Turnhalle... 5 Monate warten - verursacht erstaunliche Morgen-Energie. Der Grießbrei und die brennende Kerze und die liebevoll befüllte Lunchbox werden trotzdem erfreut zur Kenntnis genommen. 
Im Anschluss bricht er seinen persönlichen Rekord im schnell Zähneputzen und Anziehen und wir haben zum ersten Mal seit Einschulung 15 (!) Minuten Puffer bevor er aus dem Haus muss. Ich schlage vor, dass neue Spiel zu spielen. Große Freude und Überraschung seitens des Zwerg.
Es folgt Abmarsch in die Schule und wenig später meldet sich auch der Wichtel. Der ist heute noch krank geschrieben und verbringt den Tag mit mir zu hause.
Er hat die allerbeste Laune überhaupt. Und er freut sich sichtlich über den Grießbrei.


Ich freu mich über die gute Laune meines Jüngsten, das Licht, dass in unser Schlafzimmer fällt und dieses kleine Ensemble. Ist die nicht süß?!


Wir machen das Bett. Wichtig dabei ist seit neustem, den beiden "Babys" einen gemütlichen Platz zu verschaffen. Sonst ist der Wichtel nicht einverstanden. Ein guter Papa!


Wir sehen uns ein Buch an, bei dem das Wichtigste ist, dem Igel den Finger in den Mund zu stecken und dann "Aua" zu sagen. Wird erledigt. Etwa 17 mal.


Dann gehen wir Einkaufen. Ich freue mich massiv über die Reaktion der Dame an der Kasse (zu ihrer Kollegin): "Ach was! Wusstest du, dass wir jetzt Süßkartoffel-Pommes haben?!" Ich hätte mich wegwerfen können. Ich muss für die Frau der Inbegriff von Prenzlauer Berg gewesen sein.
Massiv geärgert hat mich dann die Dame vor mir an der Kasse im Bio-Laden. Ich habe selten erlebt, dass jemand so abschätzig und herablassend mit einer Kassiererin gesprochen hat. Ich war kurz davor etwas zu sagen. Dann hab ich mich darauf konzentriert, sehr nett zu der jungen, wirklich sehr geduldigen Frau an der Kasse zu sein. War besser so!
Der Wichtel darf alle Aufzug-Knöpfe drücken und im Einkaufszentrum rumpirschen und hat dabei sichtlich Spaß.


Auf dem Heimweg erreicht mich der Anruf einer Freundin, die höflich anfragt, ob sie sich für die nächsten drei Stunden bei mir einquartieren darf, um an ihrer Doktorarbeit zu schreiben. Nach hause oder ins Institut fahren würde sich nicht lohnen und sie hätte keine Lust, im Café zu sitzen.
Der spontane Besuch beeindruckt den Wichtel so sehr, dass mit sofortiger Wirkung alle Müdigkeit von ihm abfällt. Wir essen Toastie mit scharfem Senf, Salat und Goulasch belegt. Und er findet es toll. Fast so toll wie das Asterix-Heft seines großen Bruders.


Anschließend setzt er sich pro Forma in "Be" und spielt mit seinen "Babys".

Schlafen will er nicht. Aber er täuscht es geschickt vor, um stillen zu dürfen. Zwischen drin haben wir totalen Spaß, lachen uns krumm und machen Quatsch-Fotos. Und ich stille, auf seinen besonderen Wunsch hin, auch seine "Babys".  


An Schlafen ist nicht zu denken. Ich schnacke kurz mit der Freundin, räume das Kinderzimmer auf, hänge Wäsche auf (kein 12. ohne Wäsche!). Während wir schnacken pennt der Wichtel an der Brust ein. Na also - geht doch! Die Freundin muss los. Ich pack das Kind ins Bett 

und esse ein Stück Apfelkuchen und trinke in Ruhe eine Tasse Kaffee. (Bei dem Bild oben hätte ich noch so tun können, als hätte ich die Melamin-Teller wegen der Kinder in Gebrauch - spätestens hier wird aber klar, dass das so nicht ganz stimmen kann.)


Dann kommt der Liebste mit dem Schulkind nach hause. Das muss sich erst mal sortieren. Ich nutze die Zeit für einen ersten Handlettering-Versuch. Nach etwa zehn Minuten läuft`s. Bin ein wenig stolz!
 
Bevor der Wichtel wach wird, spielen der Zwerg und ich noch eine weitere Runde Shave a Sheep - das ist echt ganz witzig! Und eine Empfehlung der Freundin von vorhin - Danke, Sandra!

Dann wacht der Wichtel auf und kurz darauf klingelt es - die Nachbarskinder kommen vorbei. Alle wollen plötzlich nach oben und der Zwerg will unbedingt, dass sein kleiner Bruder mit kommen darf. Ich bin massiv gerührt! Bester großer Bruder ever!

Ich koche. Der Mann räumt. Ich habe DIE Idee, wie man den viel zu tiefen Schrank im Wohnzimmer elegant kappen und so erhalten kann. Das Essen schmeckt. Die Kinder haben einander lieb. Der Mann liest Asterix vor. Ich penne mit dem Großen ein. Danach noch mal mit dem Kleinen und jetzt sitze ich mitten in der Nacht am Küchentisch und finde mein Leben ganz großartig. Meine Kinder hatten einen schönen Tag. Wir haben gemeinsam gelacht. Richtig viel gelacht. Und dafür, dass ich seit drei Wochen mit meiner Weiterbildung fertig bin und seit dem nur krank bin oder kranke Kinder betreue, konnte ich den heutigen Tag mit meinem Wichtel erfreulich doll genießen.

Meine 12 von 12 schicke ich, nebs Grüßen, ungewöhnlich früh zu Caro rüber. 

Alles Liebe,
Anna

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