Sonntag, 15. Oktober 2017

9 von 12 l im Oktober 2017

Ok, jetzt mal ganz im Ernst. Das hier ist der erste 12., den ich am Liebsten undokumentiert gelassen hätte. Und es gab mal einen, da hatte ich Magen-Darm und es gab ganztägig nur Zwieback. Mich mit diesem Tag noch mal zu befassen, hat mich kaum Überwindung gekostet. Der letzte 12. hingegen... Aber sehr selbst.
Es beginnt alles ganz harmlos. Ich werde wach, es ist noch dunkel. Die Lichterkette im Küchenfenster macht kuschelig-gemütliches Licht. 

Es ist echt noch früh!

Ich mache die Kaffeemaschine an, starte den Wasserkocher und kümmere mich darum, dass alle, die den Tag außer Haus verbringen auch genug zu Trinken haben. Routine!

Der Zwerg wird wach, Kuscheln bei Schummerlicht.

Dann Morgenprogramm. Nichts Spannendes. Bis der Zwerg mich, während ich dusche, mit meinem eigenen Pantoffel bewirft. Ja, er war wütend! Vorpubertät oder so - laut der Nachbarin - und die ist immerhin Psychologin! Ich veratem meine Wut über nasse Pantoffeln und brüllendes Kind.
Der Mann bringt den Zwerg in die Schule. Der Wichtel pennt immer noch.

Irgendwann wird er doch wach. Kuschel-Muschel-Still-Frühstück im Bett. Sehr gemütlich und schmusig heute. Voll schön!
Dann ist der Mann zurück und ich plötzlich spät dran. Ich fahre etwas zu schnell zur Prenzlauer Allee. Da verbringe ich aktuell 5 Tage/Woche und lasse mich zur systemischen Beraterin und Mediatorin ausbilden. Ich komme pünktlich an! Es ist noch etwas grau am Himmel.

Die Ausbildung ist inhaltlich sehr spannend! Leider kommen wir aktuell nicht so richtig zu den Inhalten. Und mit nicht so richtig meine ich: so gut wie gar nicht. Entweder wir finden unseren Weg aus der Storming-Phase nicht raus oder wir haben einfach ne komplizierte Gruppendynamik - vielleicht liegt es auch am Mond, Wasseradern, einer ungünstigen Wetterfront? Was weiß denn ich! Jedenfalls gibt es gleich morgens wieder ein Drama. Das Drama weitet sich - wie immer bei uns - aus und wird so groß, dass an inhaltliches Arbeiten kaum zu denken ist. Ich finde es traurig, aufreibend, anstrengend, nervtötend und noch einiges mehr. Hilft aber nix. 
Der Himmel verspottet uns mit bestgelauntem blau.

Ich trotte resigniert die Treppe runter. Ohne den hängenden Kopf wäre mir die hübsche Struktur nicht aufgefallen. Zweck-Optimismus.

Vor der Tür des Instituts stehen 5 sehr verwirrte, traurige, wütende Frauen im Kreis. Dann gehen alle ihrer Wege. Ich nach Hause. Zumindest körperlich. Abgesehen von den 90 Minuten, die ich schlafe, weil ich beim Wichtel in Bett bringen wegpenne, grüble ich sechs Stunden lang über dem Warum? und dem Wie? und meiner Position in und zu dem Ganzen.

Um kurz nach zwölf hab ich dann halbwegs fertig-gegrübelt. Und da ist schon Freitag der 13. - und ja, es ging ähnlich doof weiter...
Der einzige Lichtblick, den ich in dieser Situation aktuell sehen kann, ist, dass ich mir zum Ziel gesetzt habe, Abgrenzung zu lernen. Wenn mir das in dieser Gruppe nicht gelingt, wird das in diesem Leben nichts mehr! Aber zumindest das sollte klappen!

Weil`s grad so viel und so anstrendend ist, werd ich mich hier ein wenig rar machen. Ich hab zwar noch 2-3 Sachen vorbereitet, aber ich will die nicht online stellen, wenn mein Kopf grad gar nicht frei ist.
Meine 12 von 12 verlinke ich mit doller Verspätung (wegen akuter Unlust, mich noch mal mit diesem Tag auseinander zu setzen) bei der lieben Geburtstags-Caro (wie gut, dass ihr Tag freundlicher aussah als meiner!)

Alles Liebe
Anna

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