Sonntag, 22. Januar 2017

Wochenende in Bildern l 21./ 22. Jan 2017

Die Frau Mierau sammelt wie jedes Wochenende fleißig Bilder von Familien-Wochenenden - jedes Wochenende will es nicht so recht in unseren Familien-Alltag reinpassen. Diesmal ging`s ganz gut. Ok, ein oder zwei Bilder sind etwas verwackelt. Ich bin trotzdem happy. War ein schönes Wochenende und ich und meine Jungs haben das toll gewuppt!

SAMSTAG:
Der Tag beginnt. Der Mann deckt den Frühstückstisch und "dekoriert" einen Obstteller.

Ich geh mit dem Tragebaby letzte Besorgungen machen, um mich für ein Wochenende allein mit zwei Kindern zu wappnen.

Der Mann übergibt mir den Zwerg. Wir brauchen knapp hundert Jahre, um ein Geburtstags-Geschenk für seinen Kita-Freund auszusuchen. Dann trotten wir nach hause. Der Zwerg findet es fies, dass er nichts geschenkt bekommt. Um die Laune zu heben, lasse ich ihn den, ohne raffinierten Zucker gebackenen Schoko-Kuchen, verzieren. Ich habe mich nur kurz vom Baby ablenken lassen und schon bereut, zu einer Kuchenhälfte mit zusätzlichen Glitzer-Streuseln ja gesagt zu haben. Anfängerfehler! Nun ja - Knusper-Kuchen.

Der Wichtel in Anbetungs-Haltung - wie eigentlich immer, wenn sein toller, großer Bruder zugegen ist. Zu süß!

Der Zwerg Tip-Kickt rum. Ich Tip-Kicke mit. Na, wer verliert? Genau! Ich! Und wie!

Spontan ergibt sich ein Spielplatz-Date zum Kinder lüften.

Das nehmen wir kurzer Hand noch mit nach hause. Dort wird das Zimmer mit Playmobil-Welten verschönt. Fast fünf Jahre Altersunterschied - aber bereits ein gemeinsames Hobby.

Kuck-kuck - der Wichtel ist weg. Das neue Lieblingsspiel - wahlweise auch mit vor`s Gesicht gehaltenem Tuch, T-Shirt oder was halt gerade so greifbar ist.


SONNTAG:

Zwerg baut Playmobil. Wichtel wünscht sich Beachtung. Ein Dilemma.

Frühstück, wenn Mama den Tisch deckt. Ja, ich mag`s bunt!

Er krabbelt! Und wird dafür gefeiert.

Danach wird der Zwerg von einem Freund abgeholt und der Wichtel bricht erschöpft zusammen. Den restlichen Tag verbringen wir mit Spazieren, Kaffee-Trinken und ein wenig Räumen. Der Wichtel ist unausgeglichen - da synapst es wieder im kleinen Kopf. Dann muss das so! Er ist anhänglich. Weinerlich. Findet es sicher auch etwas öde ohne den großen Bruder! Um kurz nach fünf kommt der Mann nach hause. Für eine Party-Nacht sieht er recht brauchbar aus. Er betüddelt den Wichtel, holt dann den Zwerg ab und wir essen.
Jetzt schlafen die lieben Kleinen und morgen beginnt eine anstrengende Woche für uns alle.
Drum sag ich jetzt Gute Nacht.
Mehr Wochenenden in Bildern gibt es hier.

Alles Liebe
Anna

Dienstag, 17. Januar 2017

Vom Nachtlicht zur Lightbox l Mini-DIY

So wie ich das aktuell einschätze, dürfte ich eine der letzten drei bloggenden Bewohnerinnen dieses Landes sein, die immer noch keine Lightbox ihr eigen nennen darf. Woran das liegt? Ich habe den starken Eindruck, dass ich dem Weihnachtsmann erneut nicht vermitteln konnte, wozu sowas gut ist. Kann ich ihm auch nicht verübeln. Das mit der Lightbox scheint eher ein Frauen-Ding zu sein.
Aber Not macht bekanntlich erfinderisch. Und jeder, der das knallorange Nachtlicht der Firma reer sein Eigen nennt und nicht völlig vernarrt in die Farbe orange ist, wird die Verwendung des Wortes Not verstehen.
Ich bin stolze Besitzerin eines solchen Leuchte-Kästchens in fröhlichem leuchtend-orange (jede Warnweste würde vor Neid erblassen) und konnte mich gerade noch so beherrschen, die beigelegte Motiv-Folie zu verwenden. Statt dessen habe ich ein wenig Zeit am Rechner und im Kopie-Shop verbracht und mir ein paar eigene Folien angefertigt.

Bei Nacht sieht man das Orange dann auch nicht und das Nachtlicht zeigt seine wahren Qualitäten.

Das Ganze ist wirklich keine Zauberei und fix gemacht. Schriftzüge aus Folie drucken und in der passenden Größe ausschneiden - das klappt ganz einfach dank der mitgelieferten motivlosen Folie zum selbstbemalen.

Wenn sich die Firma reer dazu durchringen könnte, statt orange, rosa oder blau einfach weiße Nachtlichter zu produzieren, sage ich einen Umsatzanstieg vorher! Denn formschön, genau richtig hell (zumindest für nächtliches Stillen oder Nasentropfen-Suchen) und handlich (12,0 cm x 3,5 cm x 10,0 cm) ist es ja. Und mit rund 5 € ist dieses Nachtlicht jetzt auch nicht unbedingt eine kostspielige Anschaffung. Mal ganz ehrlich, gäbe es weiße Gehäuse - ich hätte mehr als eins!

Was es mit diesem seltsamen "Ratzefisch" auf sich hat? Nur eine Wortschöpfung meinerseits. Ich erfinde ja gerne Worte - und ab und an, ganz ganz selten - ist was dabei, was dem Liebsten auch gefällt. In diesem Fall hat es geklappt und so machen wir hier anstelle eines Schläfchens "Ratzefisch und Freunde".

Meine Mini-Lightbox verlinke ich mit HOT und Creadienstag.
Sicherheitshalber sei noch erwähnt, dass dies kein gesponsorter Post ist.
Und falls Mitarbeiter der Firma reer das hier lesen: Bitte bitte in weiß!!! Oder schwarz. Zur Not auch grau. Ich glaube, das würde der ein oder anderen Mutter eine Freude bereiten!

Alles Liebe
Anna

Donnerstag, 12. Januar 2017

12 von 12 l im Januar 2017

Was für ein Tag! Mal ganz ehrlich gesagt - ich bin erleichtert, dass er vorbei ist. Irgendwie war da heute streckenweise ganz schön der Wurm drin. Den Preis für die Mutter des Jahres bekomme ich bestimmt nicht verliehen für die heutige Performance - so viel ist gewiss! Aber seht selbst:

Der Tag beginnt gegen acht und nach einer bescheidenen Nacht mit einer mieser Einschätzung der Gesamt-Situation und grauenerregender Reaktionsgeschwindigkeit. Der Wichtel krabbelt mir entgegen und fällt ungebremst Kinn voran vom Bett. Ich bin, ohne einen einzigen Schluck Kaffee intus zu haben, hellwach. Der Zwerg sprintet, durch mein "Oh mein Gott! Oh mein Gott!"-Gerufe heran. Ich muss erstmal das Analyse-Programm durchlaufen lassen und schicke ihn weg (wofür ich mich, kurz darauf entschuldige). Abgesehen von der roten Stelle am Kinn, die ihre Farbe sicherlich noch von rot zu blau zu grün-gelb ändern wird, scheint dem Wichtel nichts zu fehlen. Ich verabreiche Arnika-Globuli, stille und trinke dann, der Form halber eine Tasse Kaffee. Der Wichtel wichtelt fröhlich herum. Er scheint völlig in Ordnung zu sein. Ich stehe komplett neben mir.
Ich nötige den Mann, gemeinsam mit dem Zwerg das Gitterbett aufzubauen. Dann bringt der Mann den Zwerg in die Kita. Der Wichtel ist wieder müde (seltsamer Rhythmus, den er da seit ein paar Tagen hat: knapp 2 Stunden wach und will schon wieder pennen) - ich stille, er schläft, ich lege ihn in sein neues Bett.

10 Minuten später wird er wach. Na gut, dann eben sofort zum Kinderarzt - passt mir eh besser als nachmittags. Nach kurzer Warterei stellt auch die Kinderärztin fest, er wirke ausgesprochen gut - 48 Stunden beobachten, weil man das halt so macht - alles gut.
Es folgt wieder das nervige Gespräch über Osteopathie: Ich: Ich hätte gern ein Privatrezept für Osteopathie. Sie: Ich überweise sie an einen Arzt, der auch als Osteopath arbeitet. Ich: Nein, ich hätte gerne das Privatrezept. Ich möchte meinen Osteopath konsultieren. Sie: Das möchte ich nicht. Es gibt so viele Scharlatane. Ich: Das mag sein. Ich weiß aber, dass meiner gut ist - seit Jahren im Beruf, hat mir bereits sehr geholfen, meinem Sohn ebenfalls. Sie: Aber... Ich: Gibt es nicht freie Arztwahl... Sie: Grummelgrummel... 
Wenn ich nicht ein nahezu identisches Gespräch vor etwa 7 Monaten geführt hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich geschockt. Ich verstehe nur nicht, wieso sie das macht. Es wirkt ja fast so, als hätte sie davon etwas, wenn ich den Arzt ihrer Wahl besuche - ich will so was gar nicht denken... 
Nun, ich hab schlussendlich bekommen was ich wollte und verlasse halb erleichtert, halb enerviert die Praxis.

Berliner Wetter at its best. Ich spaziere, hoffe, dass der Wichtel wieder einschläft. Tut er nicht! Ich merke, dass eine Scheibe Honigbrot nicht reicht. Es ist nach 12. Ich gehe ein belegtes Brötchen kaufen. Es schmeckt furchtbar. Ich kaufe eine Laugenbrezel. Die schmeckt, wie Laugenbrezel halt schmeckt. Ich esse knapp die Hälfte im Gehen.

Nach einigem Hin- und Her entscheide ich zum Yoga zu gehen. Der Zwerg fühlt sich wohl da und ich kann ein wenig gut Energie echt gebrauchen.

Was soll ich sagen - es war die beste Entscheidung. Der Zwerg hat sichtlich Spaß - und das obwohl er ziemlich müde ist. Ich komme aufgeräumt aus der Stunde, flaniere mit ein paar Müttern durch den Kiez, esse eine Waffel und steuere dann der Kita entgegen.

Nun folgt der zweite Tiefpunkt des Tages. Ich trage den Wichtel seit etwa einer Stunde durch die Gegend. Mir fehlt Kaffee. Viel Kaffee! Etwa drei Tassen. Ich will als gut gelaunte Mutter in der Kita aufschlagen und den Zwerg fröhlich nach Hause begleiten. Dafür fehlt mindestens eine Tasse. Gut, dass es ein echt tolles Café fast direkt neben der Kita gibt. Ich kaufe einen Becher zum Mitnehmen, fülle ihn mit kalter Reismilch auf und will gerade den ersten Schluck trinken, da macht der Wichtel mit seinem Kopf eine stürmische Bewegung und stößt gegen den randvollen Becher. Die immernoch relativ heiße Brühe kippt ihm ins Gesicht.
Ich reagiere halbwegs geistesgegenwärtig und trockne das Kind mit meinem Schal ab, nehme es aus der Trage. Keine Verbrühungen. Ich nippe am Kaffee. Heiß, aber nicht zu heiß. Der Wichtel hat sich beruhigt. Nichts Schlimmes passiert. Er guckt sich interessiert um. Ich könnte heulen. Was bitte ist denn heute mit mir los. Ich bin ja wohl völlig bescheuert! 
Ich setze mich erstmal, versuche mich zu beruhigen, exe den Rest von Kaffee - bringt ja auch nichts, den jetzt wegzuschütten... dann holen wir den Zwerg ab und machen uns auf den Heimweg. Ich bin so so erleichtert, als ich beide Kinder heil an meinen Mann übergeben kann. 
Ich bin alle und verabschiede mich in die Badewanne - da kann ich niemandem gefährlich werden.

Im Anschluss stille ich, der Wichtel pennt ein wenig, danach gibt es ordentlich Geschwisterplüsch im Gitterbettchen.

Abendessen, dass von beiden Kindern weitestgehend verschmäht wird - nun, für uns hätten wir jetzt auch keine Fischstäbchen machen müssen...

Der Zwerg zeigt mir noch ein Bild, das er heute in der Kita gemalt hat. Ich bin verzückt. Vor allem von seiner Erklärung: Es sind nur drei Schneeflocken, weil es gerade erst zu schneien angefangen hat und - und darüber könnte ich mich echt wegschmeißen - die beiden Schneemänner haben jeweils eine Karotte als Nase und eine in der Hand - um sie zu essen. Und er wusste ganz genau, dass das witzig ist. Liebe!

Ich streichele noch schnell den Stoff, den ich mir für heute zum Täschchen-Nähen bereit gelegt hatte - das wird wohl nix mehr.

Dann wird mir klar, dass auf den glorreichen heutigen Tag Freitag der 13. folgt. Na Bravo!

Ich für meinen Teil finde es ausgesprochen ok, dass dieser Tag nun vorüber ist. Ich bin heilfroh, dass mein kleiner Wichtel ihn gut überstanden hat und dankbar, zwei gesunde und fröhliche Kinder zu haben. Ich bin glücklich, mit einem Mann zusammen zu leben, der mich unterstützt und versteht. Und ich bin müde! Und der Wichtel zahnt schon wieder, was bedeutet, ich werde auch morgen müde sein. Aber ganz ehrlich - das ist mir heute piepegal! Hauptsache gesund.
Meine 12 von 12 verlinke ich bei Caro und wünsche ihr und ihren Liebsten und Dir und Deinen Liebsten heute vor allem Gesundheit -

und alles Liebe
Anna

Montag, 9. Januar 2017

Wochenende in Bildern l 7. / 8. Jan 2017

Die erste komplette Woche in 2017 ist schon wieder vorbei. So langsam kehrt wieder sowas ähnliches wie Alltag bei uns ein. Ich versuche gerade extra viel Zeit mit dem Zwerg zu verbringen, der das gerade doll zu brauchen scheint. Der Wichtel will krabbeln lernen und laboriert an einer Erkältung rum. So in etwa ist der Status quo, als ich am Samstag den Frühstückstisch decke.

SAMSTAG:
Die Erdbeermarmelade ist aufgegessen. Ein nicht tragbarer Zustand. Also hab ich vor dem Frühstück 500 g TK-Erdbeeren zu Marmelade verkocht. Der Zwerg ist sehr zufrieden mit seiner Mutter!

Nach dem Frühstück schnallt sich der Liebste den Wichtel um und geht Einkaufen. Der Zwerg und ich puzzlen rum.

Die Apfelschorle haben wir sicherheitshalber auf einen Stuhl gestellt. Der heimkommende Liebste findet das ungut - die kippt da ja so leicht um - 15 Minuten später passiert dann das Unvorhersehbare - räusper - und der Zwerg kippt die, jetzt sicher auf dem Tisch stehende, Schorle um. Nun ja, da hat er seine Fähigkeiten besser eingeschätzt als sein Papa.

Der Wichtel spielt Ausräumen.

Der Zwerg dann auch.

Abends gibt es Kartoffelpuffer-Waffeln, was vor allem den Wichtel monströs freut. Der feiert bei Essen ja eh, aber das findet er so richtig gut.

Ein perfekter Stubenhockertag - zumindest für mich und den Zwerg. Der Wichtel wurde gut gelüftet. Alle zufrieden.
SONNTAG:
Drinnen weiß in weiß und das Baby schläft. So gut!

Draußen auch weiß. Große Freude.

Erstmal fulminant frühstücken.

Dann die große Enttäuschung: Pulverschnee - und dabei wollte der Zwerg doch einen Schneemann bauen. So ein Mist. Wir ändern den Plan in Schneeballschlacht und Schneeengel und dann ist uns dolle kalt und es gibt Kakao und Tee für uns Frostbeulen.

Anschließend wird noch mehr gepuzzlet. Diesmal macht der Wichtel auch mit.

Der Zwerg eh!

Um 3 kommt dann Zwergenbesuch. Der Wichtel wird unleidig (Bauchweh oder so) und der Liebste macht mit den großen Kindern Pasta selbst - so mit Teigketen und Pastamaschine. Ich komme nicht mehr so recht zum Fotos machen. Zu viel Baby. Zu wenig Licht. 

Und schon ist das Wochenende wieder vorbei. Schade eigentlich!
Mehr Wochenend-Dokumentation gibt es bei Frau Mierau
Hier gibt es, wenn der Wichtel mich lässt bald mal wieder ein Mini-DIY und hoffentlich auch mal ein paar Bilder von meinem neuen Schlafzimmer und wenn`s ganz gut läuft, könnte ich vielleicht sogar mal was nähen... hach ja.

Bis bald und alles Liebe
Anna