Sonntag, 30. Oktober 2016

Wochenende in Bildern l 29./ 30. Okt 2016

Hallo und herzlich Willkommen im Tollhaus tepetua. Ich bin ein wenig durch. Der Tag hatte es in sich. Der Zwerg hatte es in sich. Was? Wer weiß?! Aber ich fang mal besser von vorne an:

SAMSTAG:
Erstmal Kaffee und Baby kuscheln! Ich bin enorm dankbar, dass es mir nach einer Wachphase von halb 6 bis 7 Uhr gelungen ist, das Wichtelkind noch mal zum Schlafen zu überreden - jetzt fühl ich mich fast wie ein Mensch!

Dann muss der Wichtel schon wieder schlafen. Ich halte die kleine Patschhand - 7 Monate sind es heute schon. So schön!

7 Monate der Hunger einer stillenden Mutter. Frühstück - aber zack zack!

Dann eine Runde Nähen. Am Montag wird das Kostüm schließlich gebraucht. - Fast alles Upcycling - wie mich das freut!

Der Zwerg ist bei einem Freund zum Spielen verabredet. Wir bringen ihn gemeinsam. Papa erklimmt die Stufen, der Wichtel und ich zockeln weiter.

Raschel-raschel - so schön - der Wichtel staunt - die ehemals grünen Blätter verschwinden - man sieht ihm an, dass das in ihm arbeitet.

Back-Schnick-Schnack-Laden in der Nähe vom Kollwitzer Platz - die haben echt alles - auch eine große Fledermaus-Ausstech-Form für mein Halloween-Back-Projekt für die Kita.

Eine Runde über den Markt schlendern. Fühlt sich ein bisschen an wie Urlaub - Mama, Papa und nur ein Kind...

Schöne Haustür hat die Nummer 70!

Zuhause pack ich das letze Teil ein - Zwergen-Adventskalender fertig! Wieder was von der Liste runter!

Den restlichen Samstag belegt der Wichtel Arme und Hände und das Licht ist eh nicht mehr gut - keine Fotos mehr.

SONNTAG:
Ich bin wach. Es ist sechs Uhr. Dusselige Zeitumstellung! Es folgt das übliche Morgen-Getrödel. Dann belagere ich die Küche. Backtag! Erst mal Hefe-Teig machen und dann noch den Kuchen für die Kita. Für Sachen wie diese Hefe-Stern-Idee liebe ich ja das Internet so so sehr! Mich macht sowas ja glücklich. Und ja, es ist noch zu früh für Sterne - aber ich musste das ausprobieren!

Der Zwerg bekommt Hunger. Stimmt - ich auch - Küche unter dem Back-Chaos wieder finden und dem Zwerg einen albernen Toast machen. Er freut sich.

Dann muss ich mich mit dem Wichtel noch mal ne Runde auf`s Ohr hauen und anschließend einen Kürbis für die Nachbarin schnitzen.

Dann aber raus. Wir sind verabredet. Die Zwergen-Laune wackelt. Mööp!


Und wenn er nicht gerade nölt, sagt er "Was?"
Mein Gedulds-Faden wird dünner. Zu viel Multi-Tasking in der letzen Stunde. Und zu viel "Was?"!

Der Zwerg rollt neben mir auf dem Gehweg. Er sieht ein Petterson und Findus-Plakat: "Petterson ist schon alt. Total alt. Aber das ist ja nur eine erfundene Geschichte."
Ich: "Ja, genau. Es gibt ja leider auch keine sprechenden Katzen."
Der Zwerg: "Was?" 
(das gefühlt 97 "Was?" der letzen 3 Minuten - ich schweige - wenn schon dann "wie bitte"!!!)
Der Zwerg: "Was?"
(Nö! Echt nicht!)
Der Zwerg: "Was?" - "Die Geschichte ist erfunden. Und es gibt auch keine sprechenden Katzen."
Ich: "Weshalb sagst du "Was?", wenn du mich doch verstanden hast?"
Der Zwerg: "Was?"
(wenn du also heute eine hysterisch lachende Frau gesehen hast, die die Schönhauser Allee entlang ging - also das war dann wohl ich)

Der restliche Nachmittag war so unfassbar anstrengend und nervig, dass ich keine Bilder vom Kletter-Garten gemacht habe und auch keine von der Waffel mit Apfelmus und keine von uns in der S-Bahn - zu müde, zu angestrengt - der Zwerg war so so unzufrieden mit allem und jedem. Da machste als Eltern einen minimalen Planungs-Fehler und kassierst dafür - ach lassen wir das!

Zuhause ging`s dann wieder. Das Essen war ganz vergnüglich. Zwerg und Wichtel haben noch ein wenig Blödsinn zusammen gemacht und jetzt schlafen sie alle - die Zeitumstellung hat eben auch ihr Gutes.

Falls Du noch mehr Familien-Wochenenden sehen magst - hier lang.
Ich werde jetzt noch 200g Schokolade schmelzen und über den Kita-Kuchen kippen und dann ist mein Tagwerk für heute erledigt. 

Bis bald und alles Liebe
Anna

Dienstag, 25. Oktober 2016

Fabric Weaving Board l DIY

Im Netz wimmelt es seit ein paar Wochen nur so Fabric Weaving Fotos. Wirklich schöne Fotos von wirklich schön gewebten Mustern nebst stolzer und glücklicher Weberin. Hat mich sofort angesteckt. Will ich auch! Nur warten, bis das Equipment dazu käuflich zu erwerben ist, konnte ich nicht. Zumal ich versehentlich fast alles im Haus hatte, was man braucht, um sich ein eigenes Weaving Board zu bauen. Und da ich jetzt schon mal die Zeit gefunden habe, mir ein Weaving Board zu basteln (Danke an den kooperativen Wichtel), hab ich gleich noch ein paar Fotos gemacht.

Man nehme:
1 Korkplatte dicker als 1,2 cm und mindestens 30 cm lang und breit
alternativ ein 4er-Set Kork-Tischsets vom Möbelschweden (für knapp 5€) + Sprühkleber
außerdem
Pinnadeln (40-100)
dünnes Bügelvlies
Schrägband oder Stoffstreifen (2 cm breit)
und
eines dieser PDFs (herunterladen und ohne Größenanpassung ausdrucken - je nach Projekt 1-2- mal)
PDF Würfel: klick
PDF Dreieck: klick

Das Board vorbereiten:
In der Version mit den Kork-Tischsets erstmal alle vier Sets mit Sprühkleber aufeinander kleben und trocknen lassen.
Um den kompletten Platz auf dem Kork optimal zu nutzen, das PDF jeweils 2 mal ausdrucken, zusammen kleben und auf dem Kork platzieren. 

Jetzt eine Lage Bügelvlies zuschneiden und mit der beschichteten Seite nach oben über das Papier legen. An den Ecken jeweils eine Pinnadel setzen.

Und schon kann`s los gehen:

Erstmal entlang der Linien Schrägband- oder Stoffstreifen legen und an beiden Seiten festpinnen.

Weiter geht`s mit der nächsten Farbe und Richtung - Anfang und Ende der Streifen festpinnen.

Und zu guter Letzt die dritte Farbe und Richtung, wobei die Anzahl der Farben natürlich mitnichten limitiert ist.

Fertig gewebt? Dann bedeckt euer Werk mit einer Lage Backpapier und bügelt es vorsichtig. Anschließend könnt ihr die Pins entfernen, euer gewebtes Schmuckstück wenden, sodass das Vlies oben liegt und noch mal von der anderen Seite bügeln - doppelt hält besser! Um absolut auf der sicheren Seite zu sein, könnt ihr knappkantig entlang der Vlies-Kante eine Naht setzen.
Jetzt ist das Web-Werk fertig und kann weiter verarbeitet werden.
Für Inspiration in Punkto Muster empfehle ich in eine Suchmaschine Eurer Wahl "fabric weaving techniques" oder "fabric weaving patterns" bzw "fabric weaving tutorial" einzugeben.
Mir ist fast der Kopf geplatzt. Aber schlussendlich habe ich das Würfel-Muster geknackt.

Für`s Weben habe ich mir übrigens noch eine ganz einfache "Nadel" gebastelt: Ein Streifen Pappkarton mit 2 cm Breite, in den ich mit einer kleinen Schere (Cutter geht auch) einen Schlitz geschnitten habe. Schrägband durchfädeln. Fertig.

Ich schicke mein kleines DIY zum Creadienstag und HOT und hoffe, dass mir der Wichtel jetzt noch ein wenig Zeit lässt, mit meinem Weaving Board zu experimentieren. Es gibt noch so viele Muster und Farben...

Liebste Grüße
Eure Anna

Nachtrag; Ja, richtig, dieser Beitrag war schon eine Woche zuvor mit den beiden Creativ-Sammlungen am Dienstag verküpft. Aber dann hab ich mit müdem Kopf im Blog aufgeräumt und den Beitrag versehentlich gelöscht - anstelle der Doublette, die Blogger angelegt hat - warum auch immer...
Da ich es schade fände, wenn ihr`s jetzt schwerer hättet, das Tutorial zu finden, verlinke ich den neuen Beitrag jetzt noch mal. Und ich mach nie wieder müde an meinem Blog rum! 

Montag, 24. Oktober 2016

Wochenende in Bildern l 22./23. Okt 16

Das Wochenende der unscharfen Bilder! Viel Text. Wenig Bilder. So sieht`s aus!

SAMSTAG: 
Es ist sehr früh - noch nacht - als der Wichtel entscheidet, dass er jetzt mal wach ist. Es kostet mich eine Stunde, ihn davon zu überzeugen, dass das eher eine miese bis ganz miese Idee ist. Dann schlafen wir noch eine Runde. Gegen acht bin ich dann einverstanden mit wach sein und wir kuscheln ein wenig.


Der große Bruder stößt irgendwann dazu. Großes Geschwistergeknutsche - sehr plüschig. Das Mama-Herz freut sich. Der Mama-Körper kriegt Kaffee und auch sonst lässt sich das Wochenende sehr gut an.
Wir frühstücken hübsch mit Obstteller und Apfelhörnchen, dann beginnen wir großen mir "Unordnung machen" sprich, wir räumen das Regal im Wohnzimmer leer, um die neuen Schrank-Elemente einzusetzen und das ganze Regal-Biest bis zur Decke wachsen zu lassen.

Der Zwerg verteilt in der Zwischenzeit in seinem Kinderzimmer alle Zettel und Hefte auf dem Fußboden, hört dabei Hörbuch und räumt den ganzen Quatsch auf mein freundliches Drängen hin wieder auf. Der Wichtel wichtelt rum.

Wir räumen weiter, während der Zwerg sein Zimmer noch mal mit einer Mischung aus Lego und Playmobil verwüstet - und  auch das wieder aufräumt. (Echt? Der räumt auf? Etwa allein? Wie macht sie das? - Alle ganz ruhig bleiben. Sie macht gar nix. Der Zwerg ist nur allerbester Laune, da er noch auf einen Geburtstag eingeladen ist.

Der Liebste bringt den Zwerg zu Party. Den Wichtel geb ich ihm gleich auch noch mit. Ich bin allein. Völlig allein in der Wohnung. Es ist phantastisch. Es ist großartig. Es sind nur zwei Stunden, aber in denen schaffe ich es mir meine Haare zu föhnen, am Regal weiterzuräumen, Kaffee zu trinken, 2 Scheiben Brot zu belegen und zu essen und ein Halloween-Kostüm für den Zwerg zuzuschneiden und fast fertig zu nähen. Das einzige, was mir nicht gelingt, ist: ein einziges scharfes Foto zu machen (möp!).

Beim Nähen merke ich, wie es sich zunehmend seltsam anfühlt, den Wichtel nicht in der Nähe zu haben. Endlich kommt der Liebste mit dem Baby vom Einkaufen zurück. Zwei Stunden waren dann wohl doch so lang, dass mein Baby leicht verunsichert ist - zumindest krallt er sich mit vollem Körpereinsatz so doll an mir fest, wie ich es von ihm gar nicht kenne. Also erst mal stillen und kuscheln und ihn spüren lassen, dass Mama noch da ist.
Dann holen wir den Zwerg, quatschen kurz mit 2-3 Eltern, essen und dann bringe ich den Zwerg ins Bett - lesend - während der Wichtel mit dem Kopf in meiner Kniekehle leigt und lauscht - 20 Minuten lang. Und als wäre das noch nicht niedlich genug, bittet mich der Zwerg, so lange Lalelu zu singen, bis er schläft - und so singe ich meinen Großen zum ersten mal in seinem Leben in den Schlaf - so schön!


SONNTAG:
Der Wichtel und ich schlafen aus. Dann backe ich einen Apfelkuchen für den Nachmittags-Besuch einer Freundin. Der Liebste holt noch eine Schrankelement für ein weiteres Regal ab und verlässt gegen 10 das Haus. Ich bin ungeduscht, habe zwei quengelige Kinder am Start und muss ein wenig zaubern.
Der Zwerg und ich bekommen Frühstück, weil wir den Wichtel Banane zermatschen lassen. Ich darf duschen, weil der Zwerg so ein toller großer Bruder ist und der Zwerg bekommt ein wenig vorgelesen, während der Wichtel stillt. Geht doch!

Dann kommt der Liebste nach Hause, ich gebe Zwerg und Buch an ihn ab und mache ganz fix mich und den Haushalt besuchbar und decke den Tisch.

Nach ausgiebigem Kaffee-Klatsch geht`s an die Luft. Die Jungs haben sich über`s Lego-Spielen schon gut eingegrooved und sammeln jetzt Blätter.

Davon gibt`s ja ein paar. Und noch dazu so schöne!

Auf dem Spielplatz wird deklettert und gerannt. Aber der Besuch muss los und die Eltern fröstelt und überhaupt soll heute zeitig Essen auf den Tisch...

Aber den kleinen Umweg musste ich dann doch noch machen - das Huas ist einfach so schön mit dem roten Laub!

Zu Hause macht der Liebste Essen. Der Wichtel ist ein Schatz und lässt mich mit dem Zwerg eine Runde Spinderella spielen. Es folgt: Abendessen, Kinder in die Falle bringen und dann noch ein wenig im Regal rum räumen. Jetzt ist es echt schon ziemlich spät. Ich bin wahrscheinlich Nummer 176 in Frau Mieraus Sammlung. Das Wochende war sehr unspektakulär. Aber ich hatte mit meinen beiden Kindern sehr innige und schöne Momente. Ich bin so froh und dankbar für meine Familie!

Alles Liebe
Eure Anna

Mittwoch, 12. Oktober 2016

12 von 12 l im Oktober 2016

Huch, schon wieder Herbst! Und so plötzlich. Und so herbstlich. Nass. Kalt. Klamm. Ja, ich könnte mich jetzt so richtig über diese trübe, graue Pampe über unserer schönen Stadt auslassen. Statt dessen zeig ich Euch lieber meine 12 Bilder des Tages, denn ehrlich gesagt, war der Tag echt schön! Trotz Fisselwetter.
Die Nacht war mäßig gut. Der Liebste übernimmt gegen 8 den Wichtel, 10 Minuten später krabbelt ein Kuschel-Zwerg in mein Bett. Dann bekomme ich erst mal einen doppelten Kaffee.

Die Familie macht sich fertig. Der Liebste bringt den Zwerg zur Kita, ich packe noch 2-3 Sachen zusammen. Der Wichtel hat einen Klimper-Zwerg gefunden und wichtelt damit rum.

Nachdem ich das süße Babylein noch eine mal komplett umziehen durfte (Hust), packe ich uns in warme Klamotten, tüte den Wichtel ein und gehe zum ersten mal bewußt den künftigen Schulweg unseres Erstgeborenen, denn heute melden wir den in der Schule an. Unfassbar. Surreal. Wie konnte das so schnell passieren? Gestern war er doch noch - lassen wir das!

Hübsch! Ist aber auch das einzig Hübsche an dem Bau. Wird abgerissen. Nun, das Bild hab ich gerettet.

Zuhause angekommen, stelle ich freudig fest, dass der Paketbote meine neue, (gebraucht erstandene) wetterfeste Kinderwagen-Tasche geliefert hat. Wird sofort ausgeführt. <3

Sowas passiert, wenn ich zum Stoffladen gehe und das erklärte Ziel habe, hellgrauen Nicki zu kaufen und der dann ausverkauft ist! Wer auch immer den gekauft hat ist schuld! Nicht ich! Ich sehe ein Mützen-Halstuch-Set, einen Ranglanpulli und darunter eine neue Strickjacke für mich.

Der Zwerg hat Hunger. Ich bin schlapp. Kurze Kaffee-Keks-Pause bei Friedl. Dort lernen wir auch die Hunde-Ausgabe von Houdini kennen: Ein Windhund (?), der sich innerhalb von wenigen Sekunden aus seinem Geschirr (nicht Halsband) herauswinden kann - ohne, dass es jemand gesehen hat. Völlig verrückt. Findet der Wichtel auch - also mehr die Existenz eines solchen 4-Beiners als das kleine Kunststück mit der Leine. Und der Kaffee ist auch gut. Und der Plausch mit der Besitzerin und ihrem 4-monigen Wonneproppen ebenfalls.

Der Wichtel hat zwar gerade gegessen, das hält ihn aber nicht davon ab, noch an der Giraffe zu nagen.

Der Himmel ist so grau. Wie gut, dass hier überall gebaut wird! So bekommt man als Baby ab und zu etwas Farbe zu sehen. (Baugerüst von unten).

Zuhause ist der Lütte platt und schläft ganz fix ein. Endlich Essen für mich. Ich komm fast um!

Dann darf ich die Wäsche machen und der Wichtel ganz pädagogisch un-wertvoll ein wenig hopsen. Wir haben den Türhopser als Schaukel gekauft - denn der Wichtel liebt es, zu schaukeln, aber hopsen ist auch ganz witzig, wie`s scheint.

Dann ist es auch schon höchste Zeit, den großen Bruder abzuholen. Der hat eine Spinne gebastelt. Wie süß ist die denn bitte?

Zuhause gibt es dann schnell Abendessen. Alle müde und hungrig! Die Maronensuppe war angeblich sehr lecker. Ich kann leider aktuell noch keine Feinheiten schmecken. Aber die Erkältung wird besser.

Jetzt wartet noch eine Wäsche aufs Aufgehängt-werden und ein kleines Bastel-Projekt will noch vorbereitet sein. Bleibt noch, mich bei Caro für`s Sammeln aller 12von12s zu bedanken.

Macht`s Euch kuschelig! 
Alles Liebe
Eure Anna

Sonntag, 9. Oktober 2016

Wochenende in Bildern l 08./09. Okt 2016

Ein SAMSTAG,
der mit Kuscheln beginnt und mit Kaffee und mit einer winzig kleinen warmen Hand, die mein Finger hält. Knopfaugen, die mich mit einem Blitzen im Augenwinkel ansehen. Liebe!

Einen Moment noch liegt das Knöpfchen ganz still und entspannt und betrachtet sein Lieblings-Spielzeug - im nächsten Moment macht er eine kraftvolle Bewegung und liegt auf seinem kleinen Bauch. Ich staune. Lächle. Freue mich mit ihm. Hänge Wäsche auf. Staune noch mehr, denn der Wichtel liegt plötzlich wieder auf seinem Rücken. Na, wenn das nicht die Erklärung für die unruhige Nacht ist!

So viel Bewegung macht müde!

Der Rest der Familie frühstückt.

Im Anschluss setzt der Zwerg sein wichtiges Bauvorhaben fort.

Ich stapfe zwischen den Lego-Steinen herum, putze auf die schnell-schnell-Methode das Fenster und dekoriere von Ostern auf Herbst um. Ja! Ostern! Und ja, ich schäme mich ein wenig ;-)

Im Anschluss darf ich auch noch meinen Nähplatz aufräumen (ausgraben trifft es eher) und ein Plätzchen für meine frisch gewartete und einsatzbereite Overlock-Maschine finden. Parallel verabrede ich den Zwerg mit einem Freund. Die Jungs spielen mit Lego-Autos - der Zwerg will immer das, was er nicht hat - sie wollen was bauen - der Zwerg will aber Duplo und kein Lego - ich entscheide, dass er was essen muss - das hilft meistens gegen den doofen Trotz! 

Gut, dass ich die Kunst des Simultan-Crêpes-Backen beherrsche.
Danach streitet sich der Zwerg beim Bauen, beim Lotti-Karotti-Spielen und beim Memory. Mir reißt der Geduldsfaden und der Liebste muss übernehmen. Der (irritierte) Zwergenfreund wird abgeholt. Wir essen Suppe. Der Liebste besucht ein Konzert und ich bringe erst einen Wichtel ins Bett und kuschele dann den Zwerg in den Schlaf. Endlich Feierabend.




SONNTAG:

Nach einer weiteren unruhigen Nacht, weckt mich der Kuschel-Zwerg gegen halb 8 Uhr. Ich bin erkältet und müde! Egal. Kaffee. Zwerg kuscheln. Wichtel kuscheln. Frühstücken und schon ist der Wichtel wieder am pennen. Der Zwerg baut Lego - alles wie gehabt.

Ich freu mich über die perfekte Papier-Wahl für mein DIY-Projekt.

Dann backe ich einen Apfelkuchen. Kaum ist der fertig, erklimmen wir die Treppe nach oben, um die Nachbarn über die Einzugsschule zu interviewen. Anschließend gibt es angebratene Maultaschen, was unfotografiert bleibt, weil der Hunger zu groß ist. Der Zwerg deklariert dieses Speed-Mittagessen zu seinem neuen Leibgericht. 
Es folgt: ein wenig Baby-Schleppen. Ein Mobile montieren. Lego-Stein-Geklapper...dann ist es schon 4 Uhr und wir tragen den Kuchen zur Cousine des Liebsten, denn wir wollen ihre Zwillingsbabys anschmachten. Wir schmachten. Wir essen. Wir plaudern. Wir stillen. Wir gehen wieder.
Ich hab mir die beiden ganz genau angesehen - sie kamen 4 Wochen vor ETG und sind jetzt seit 6 Wochen auf der Welt. So klein war mein Wichtel nie! Kann gar nicht sein! Niemals! Unfassbar, wie schnell das erste baby-Jahr vergeht!
Nach dem Abendessen schläft der Zwerg fast am Tisch ein.

Nur der Wichtel kommt nicht so recht zur Ruhe heute. Aber wer will`s ihm verübeln wenn der Entwicklungsschub und die Erkältung und das Zahnen auf einen Tag fallen. Während ich also diese Zeilen schreibe, kullert und rumort es rechts neben mir. Bevor die Stimmung kippt:
Gute Nacht. Das war unser (äußerst unspektakuläres Stubenhocker-) Wochenende. Mehr WIBs bei Frau Mierau - ihr kennt das.

Ich wünsche Euch allen eine gute Woche.
Alles Liebe

Eure Anna