Sonntag, 13. November 2016

Der 12. November l WIB 12. /13. Nov 16

Wenn der 12. des Monats auf einen Samstag fällt, dann muss man manchmal Entscheidungen treffen. Zum Beispiel die, ob man lieber einen 12von12-Beitrag am Samstag und einen WIB-Beitrag am Sonntag verfassen möchte. Manchmal wird einem so eine Entscheidung aber auch leicht gemacht. Zum Beispiel dadurch, dass man einschläft, während man seine Kinder ins Bett bringt. In so einem Fall wacht man dann morgens auf und denkt sich: Ne, jetzt zwei Postings an einem Tag veröffentlichen - man kann`s ja auch übertreiben. Und dann entsteht ein Fusions-Blogpost. So ist das heute/gestern bei mir gewesen.

SAMSTAG der 12. November

Mir und dem Liebsten ist das Wahlergebnis auf den Magen geschlagen und ich hab außerdem die Nase voll. Entsprechend dankbar bin ich, als ich gegen 9 wach werde und feststelle, dass ich mich wieder erfreulich zivilisiert fühle. Dann begreife ich, dass auch mein Baby bis 9 geschlafen hat. Ich fühle mich glücklich, privilegiert und knutsche bestens gelaunt ein wneig an dem dicken Wölkchen neben mir im Bett rum.

Einen großen Kaffee später (der erste nach etwa 36 Stunden = Entzug) sitze ich im Kinderzimmer auf dem Fußboden und probiere geduldig beide komplett doofen Spiele aus, die Mann und Kind auf der Bibliothek mitgebracht haben. Das Kind findet auch beide Spiele ode, ist aber recht happy, mal Zeit Bruder-freie Zeit mit Mama verbringen zu können. Ich auch!

Dann schlage ich, obwohl ich weiß, dass wir nachmittags zum Waffeln-Essen eingeladen sind, Crêpes als Frühstück vor. Das Kind jubelt. Der Wichtel darf ein klein wenig abhaben und ist begeistert.

Das mit weitem Abstand allerniedlichste Feature an meinem Baby ist ja, dass es sich - so etwa 3-4 mal pro Tag - in Bauchlage ablegt und erwartet, dass man ihm seinen kleinen, speckigen Nacken küsst. Klappt so in etwa 3-4 mal pro Tag! Dann liegt er da mit erwartungsvoll-offenen Augen, leicht geöffnetem Mündchen und wartet, hebt kurz seinen Kopf, um zu gucken, ob man auch bald mal anfängt und lässt ihn dann wieder auf die Matratze plumpsen. Hachtz.

In einer 2-Minütigen Pause schaffe ich es, eine Ecke meines Wohnzimmers auf den ersten Blick so aufzuräumen, dass es für ein Foto für die #instagraminteriorchallenge reicht. Dem Foto fehlt Licht. Und das Regal ist zu voll. Aber bin aufgrund meines Gesundheitszustands der letzten Woche im Rückstand. Doof nur, dass ich dann nicht mehr die Zeit finde es auf Insta zu posten...

... denn wir müssen los: der Kühlschrank ist leer und wir brauchen ein kleines Geschenk für einen Zwergenkumpel. Auf in die Arcarden.

Das Wetter ist großartig. Die Menge an wunder-wunder-wunderschönen Plamobil-Boxen, die der Zwerg nicht hat, aber haben möchte und zwar nicht erst an Weihnachten, sondern sofort, am besten gestern und überhaupt hat er doch so viele Wünsche und wird nicht die Lego- und die Plaxmobil-Burg bekommen und wenn er sich die Polizei wünscht, aber auch den Drachen, dann bekommt er vielleicht gar kein Plaxmobil und ... tief atmen, das Kind trösten, beruhigen, erklären, mich kurz verflichen, ihn in eine Spielwarengeschäft gelassen zu haben, atmen - Eltern kennen das. 
Weiter zur Prenzlauer Allee:

Waffeln ohne Fotos essen (wir waren gut beschäftigt mit 3 Kindern, die scheinbar fast am Verhungern waren, und einem Baby) nebs lockerer Gesprächsrunde über die geplante Küche unserer Freunde. Nach vielem Hin- und Herüberlegen wird einstimmig beschlossen, das die Lösung ein klassisches L mit Klapptisch ist.

Dann sitze ich kurz in der aktuellen Küche und bin ein wenig traurig, weil so viele liebe Menshcen wegziehen müssen, weil sie keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden.

Gemeinsam werden spontan noch Nudeln gegessen und dann trotten wir durch die Kälte nach Hause. Wir freuen uns kurz über den kunstvoll gestalteten Schreibfehler, dann fragt mich der Zwerg über Jesus und Gott aus und ich übe mich im Weihnachtsgeschichte erzählen.

Zuhause stelle ich fest, dass im Kinderzimmer eine Bombe eingeschlagen sein muss. Vereinbare mit dem Liebsten, dass ich den Zwerg ins Bett bringe und den schlafenden Wichtel bewache, wenn er in der Zwischenzeit das Kinderzimmer gangbar macht. So komme ich zu dem seltenen Vergnügen, meinem Großen eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Dann schlafen wir beide aneinander gekuschelt ein. So schön!

Der Wichtel weckt mich nur 2 mal zwischen 10 und 6 - eine trauhafte Nacht - und das war`s auch schon vom 12.11.2016 - sind nur 11 von 12 geworden - aber das ist eben manchmal so!

Weiter geht`s mit dem
SONNTAG

Ich werde ohne Zutun des Wichtels um halb 6 wach. Kunststück - ich schlafe ja auch schon seit unfassbaren 7,5 Stunden! Ich bearbeite Bilder und schreibe an meinem 12 von 12. Dann wird der Wichtel wach. Und der hat heute einen seiner seltenen schlechten Tage. Das wird recht schnell klar. Gegen halb 9 wecke ich den Liebsten, zum einen, weil ich mal ne Wichtel-Pause und einen Kaffee möchte, zum anderen, weil der Zwerg auch demnächst mal aufstehen muss - sonst wird das am Montag wieder so haarig.
Relativ schnell stellt sich heraus, dass auch der Zwerg nicht soooo prickelnde Laune hat. Nach langem Hin- und Her einigen wir uns auf gemeinsames Wunschzettel-Bemalen.

Meine Idee war: er malt seinen Wunschzettel an, ich male an den Wäschklammern weiter - (ja immer noch!!!) - er dachte mehr so an ich male auf seinem Wunschzettel rum und er guckt zu. Nun ja. Ich bin echt nicht mehr so gut gelaunt wie heute um 5:30 und muss mal was essen. Der Zwerg fliegt uns um die Ohren, der Wichtel will auch irgendwas - was - keine Ahnung - ich hätte gern mal eine Pause!

Drum schnapp ich mir Papier und Stift und Klebstoff - mache Verpackung-Ideen sind einfach zu toll um sie nicht nach zu machen - der Löwe ist eine meiner Lieblings-Funde auf Pinterest, wo ich mich, nach längerer Abstinenz, auf der Suche nach vorweihnachtlicher Inspiration wieder rumtreibe.

Dann räume ich den Esstisch im Wohnzimmer aus. Neben de Wäscheklammern wohnte da nämlich auch der hier und eine Schüssel mit Kleister und Papierschnipsel. Nu isser fertig für`s Bemalen und darf noch ein wenig auf der Heizung durch-trocknen.

Der Wichtel macht Mittagsschlaf, der Zwerg wird zum Kindergeburtstag gebracht - Ruhe! Endlich! (Das muss an der Krankheit liegen, dass ich so wenig Reserven hab. Sonst stressen mich die beiden am Wochenende eigentlich nicht so... - nun, ich bin auch seit 5:30 auf...)

Ich nähe endlich die beiden Mützen. Sonst wird das nix mehr mit Verschicken am Montag!

Der Wichtel wird wach und spielt mit dem Kleiderbügel neben dem Foto-Hintergrund.

Dann räumen der Liebste und ich noch 1/3 des Kinderzimmer-Inhalts aus - mal sehen, ob`s der Zwerg überhaupt merkt ;-)

Und dann kehre ich für 15 Minuten in mein altes Leben zurück und stelle ich mich, wie am Vortag versprochen, noch für 4 Sätze vor`s Mikro. Alle paar Monate jubelt ein Auftraggeber meinem Mann nämlich einen Job unter und hätte dann ganz plötzlich gern einen Teil des Textes doch von einer Frauenstimme gesprochen... Ich habe im Anschluss das dringende Bedürfnis, den Verfasser des Textes zu boxen. Bitte sagt drei mal hintereinander weg und sehr schnell: "unserer Organisation" - echt jetzt - kann bitte mal jemand die Regel durchsetzen, dass nur Sprecher Texte für Sprecher verfassen dürfen?! Da bricht man sich ja die Zunge!

Der Zwerg kommt vom Geburtstag zurück. Er hatte Spaß und schon gegessen. Der Wichtel ist müde. Also Komando: Kinder ins Bett. Wenn ich hiermit fertig bin, mach ich dem Liebsten und mir Pizza und dann essen wir - zu zweit! So verrückt!

Das war mein Wochenende in Bildern mit eingebautem 12 von 12.
Mehr 12. gibt`s bei Caro, mehr Wochenenden bei Susanne.

Bis bald und
Alles Liebe

Anna

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