Montag, 24. Oktober 2016

Wochenende in Bildern l 22./23. Okt 16

Das Wochenende der unscharfen Bilder! Viel Text. Wenig Bilder. So sieht`s aus!

SAMSTAG: 
Es ist sehr früh - noch nacht - als der Wichtel entscheidet, dass er jetzt mal wach ist. Es kostet mich eine Stunde, ihn davon zu überzeugen, dass das eher eine miese bis ganz miese Idee ist. Dann schlafen wir noch eine Runde. Gegen acht bin ich dann einverstanden mit wach sein und wir kuscheln ein wenig.


Der große Bruder stößt irgendwann dazu. Großes Geschwistergeknutsche - sehr plüschig. Das Mama-Herz freut sich. Der Mama-Körper kriegt Kaffee und auch sonst lässt sich das Wochenende sehr gut an.
Wir frühstücken hübsch mit Obstteller und Apfelhörnchen, dann beginnen wir großen mir "Unordnung machen" sprich, wir räumen das Regal im Wohnzimmer leer, um die neuen Schrank-Elemente einzusetzen und das ganze Regal-Biest bis zur Decke wachsen zu lassen.

Der Zwerg verteilt in der Zwischenzeit in seinem Kinderzimmer alle Zettel und Hefte auf dem Fußboden, hört dabei Hörbuch und räumt den ganzen Quatsch auf mein freundliches Drängen hin wieder auf. Der Wichtel wichtelt rum.

Wir räumen weiter, während der Zwerg sein Zimmer noch mal mit einer Mischung aus Lego und Playmobil verwüstet - und  auch das wieder aufräumt. (Echt? Der räumt auf? Etwa allein? Wie macht sie das? - Alle ganz ruhig bleiben. Sie macht gar nix. Der Zwerg ist nur allerbester Laune, da er noch auf einen Geburtstag eingeladen ist.

Der Liebste bringt den Zwerg zu Party. Den Wichtel geb ich ihm gleich auch noch mit. Ich bin allein. Völlig allein in der Wohnung. Es ist phantastisch. Es ist großartig. Es sind nur zwei Stunden, aber in denen schaffe ich es mir meine Haare zu föhnen, am Regal weiterzuräumen, Kaffee zu trinken, 2 Scheiben Brot zu belegen und zu essen und ein Halloween-Kostüm für den Zwerg zuzuschneiden und fast fertig zu nähen. Das einzige, was mir nicht gelingt, ist: ein einziges scharfes Foto zu machen (möp!).

Beim Nähen merke ich, wie es sich zunehmend seltsam anfühlt, den Wichtel nicht in der Nähe zu haben. Endlich kommt der Liebste mit dem Baby vom Einkaufen zurück. Zwei Stunden waren dann wohl doch so lang, dass mein Baby leicht verunsichert ist - zumindest krallt er sich mit vollem Körpereinsatz so doll an mir fest, wie ich es von ihm gar nicht kenne. Also erst mal stillen und kuscheln und ihn spüren lassen, dass Mama noch da ist.
Dann holen wir den Zwerg, quatschen kurz mit 2-3 Eltern, essen und dann bringe ich den Zwerg ins Bett - lesend - während der Wichtel mit dem Kopf in meiner Kniekehle leigt und lauscht - 20 Minuten lang. Und als wäre das noch nicht niedlich genug, bittet mich der Zwerg, so lange Lalelu zu singen, bis er schläft - und so singe ich meinen Großen zum ersten mal in seinem Leben in den Schlaf - so schön!


SONNTAG:
Der Wichtel und ich schlafen aus. Dann backe ich einen Apfelkuchen für den Nachmittags-Besuch einer Freundin. Der Liebste holt noch eine Schrankelement für ein weiteres Regal ab und verlässt gegen 10 das Haus. Ich bin ungeduscht, habe zwei quengelige Kinder am Start und muss ein wenig zaubern.
Der Zwerg und ich bekommen Frühstück, weil wir den Wichtel Banane zermatschen lassen. Ich darf duschen, weil der Zwerg so ein toller großer Bruder ist und der Zwerg bekommt ein wenig vorgelesen, während der Wichtel stillt. Geht doch!

Dann kommt der Liebste nach Hause, ich gebe Zwerg und Buch an ihn ab und mache ganz fix mich und den Haushalt besuchbar und decke den Tisch.

Nach ausgiebigem Kaffee-Klatsch geht`s an die Luft. Die Jungs haben sich über`s Lego-Spielen schon gut eingegrooved und sammeln jetzt Blätter.

Davon gibt`s ja ein paar. Und noch dazu so schöne!

Auf dem Spielplatz wird deklettert und gerannt. Aber der Besuch muss los und die Eltern fröstelt und überhaupt soll heute zeitig Essen auf den Tisch...

Aber den kleinen Umweg musste ich dann doch noch machen - das Huas ist einfach so schön mit dem roten Laub!

Zu Hause macht der Liebste Essen. Der Wichtel ist ein Schatz und lässt mich mit dem Zwerg eine Runde Spinderella spielen. Es folgt: Abendessen, Kinder in die Falle bringen und dann noch ein wenig im Regal rum räumen. Jetzt ist es echt schon ziemlich spät. Ich bin wahrscheinlich Nummer 176 in Frau Mieraus Sammlung. Das Wochende war sehr unspektakulär. Aber ich hatte mit meinen beiden Kindern sehr innige und schöne Momente. Ich bin so froh und dankbar für meine Familie!

Alles Liebe
Eure Anna

1 Kommentar:

  1. Ich mag an deinen Berichten immer dieses Auf-und- Ab im Mamasein, diese auch irgendwie widerstreitenden Empfindungen, dieses kleine Chaos im Tagesablauf. Und dann erinnert mich das natürlich an den fernen Alltag der Tochterfamilie, an dem ich so gerne teilhaben möchte...
    Macht et joot!
    Astrid

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