Dienstag, 24. November 2015

Adventskalender und sowas wie ein Kranz

Auch dieses Jahr habe ich für den Zwergen-Adventskalender wieder die bunten Stoffsäckchen hervorgeholt. Das mit dem Füllen war in diesem Jahr besonders leicht. Ich hatte schon vor geraumer Zeit den Inhalt eines Playmobil-Adventskalenders ersteigert. Den hab ich noch mit 2-3 Viechern aufgestockt von wegen Mutti-Vatti-2(!)Kinder und ab und an noch ein kleines Tütchen Gummibärchen oder eine Mini-Schokolade dazu gemischt. Wie jedes Jahr ist das eigentliche Problem die Montage. Denn die Säckchen müssen ja irgendwo hin. Am besten an eine Wand. Am allerbesten im Kinderzimmer. Und ich hatte wirklich nullkommanullnullnull Bock darauf Haken in die Wand zu schrauben, ein Seil daran zu befestigen und dann im Januar diese Dinger wieder rauszudrehen und die Löcher wieder zu zumachen... 
Ich hab oft gedacht: "Ich hätte so gern eine Leiter! Die könnte ich dann an die Wand lehnen und die Säckchen dranbinden." Hab ich aber nicht.
Dann kam die rettende Idee um die Ecke. Ich habe nämlich ein ungenutzes Kinderbett.



Und siehe da. Das Kopfteil ist groß genug für alle Säckchen. Die Dübel-Löcher habe ich elegant mit Sternchen überklebt. Das Bett ist doch zu was zu gebrauchen. In einer theoretischen Welt sogar zum Schlafen. Praktisch schläft der Zwerg im Familienbett und das Bett haben wir wieder abgebaut. Nahm nur Platz weg. Aber wer weiß? Eines Tages - so in 5 bis zehn Jahren habe ich vielleicht wieder Platz in meinem Bett.
 

Die restliche Wohnung habe ich auch ein wenig geschmückt. Im Gegensatz zum Kinderzimmer gibt es dort eher gedeckte Farben. Im Wohnzimmer stehen 24 Papp-Tütchen - der Adventskalender, den der Liebste und ich uns teilen.

Ich hab`s mir dieses Jahr besonders leicht gemacht und gekaufte Papp-Tütchen mit ein paar Bändern und Zahlen-Bildern, die ich auf Pinterest entdeckt habe, gepimt. Da immer irgendwas größen-technisch aus der Reihe tanzt, bin ich richtig happy mit den Papptütchen, da ganz normales Paket-Papier ganz wunderbar dazu passt. So ist alles hübsch einheitlich.



Das mit dem Adventskranz ist immer so eine Sache. Wir essen fast immer in der Küche. Unser Wohnzimmer nutzen wir eigentlich nur, wenn wir Besuch haben oder an hohen Feiertagen. Wenn ich einen Adventskranz im Wohnzimmer aufstelle, kann ich ihn mir also auch sparen. Auf unserem Küchentisch ist allerdings viel zu wenig Platz für einen richtigen Adventskranz. Besonders, da unser Küchenumbau immer noch nicht abgeschlossen ist (ich könnte die Wände hochgehen - aber ich tu`s nicht - ich bleibe gaaaanz ruhig und erzähl Euch das ein andermal).


Deshalb gibt es dieses Jahr die Mini-Ausgabe eines Adventskranzes. Inspiriert dazu wurde ich hiervon (click und click). Die Kerzenhalterungen hab ich aus lufttrocknender Knete gebaut - rein in die Schale - Moos drüber - Kerzen rein und ein wenig Deko - fertig.

Jetzt fehlen noch ein paar Stern für die (frisch geputzen - Hurra) Fenster und Schnee - viel viel Schnee - ein paar Plätzchen oder Lebkuchen, eine Kanne Tee, eine Tasse Glühwein Kinderpunsch und der Dezember kann kommen.

Euch wünsche ich einen großartigen CreadiensTAG und ganz viel Vorweihnachtsfreude.

Alles Liebe
Eure Anna


Freitag, 13. November 2015

12 von 12 l im November

Der Wecker klingelt. Ich mache die Augen auf. Mein Blick fällt auf einen braunen Kinderwagen. Soweit die Übereinstimmungen zum letzten 12. Nun zu den Unterschieden. Ich liege auf einer Auszieh-Couch. Und kein kleiner Körper kuschelt sich an meinen. Kein verschlafenes Stimmchen sagt "Mama". 
Das liegt daran, dass ich gerade in München aufgewacht bin - und mein Zwerglein liegt in meinem Bett in Berlin und schmust mit Papa. Ich hab nen Kloss im Hals. Schnell aufstehen und den doofen Kloss mit Kaffee runterspülen!


Dem Kaffee folgt der übliche Kram. Unbebildert. Dann raus und zur U-Bahn.

Aussteigen.

Man ist der Himmel hier blau!


Mich ein weinig über die Street-Art freuen.


Dann schnell weiter und eine Freundin mit Baby treffen und erst mal Kaffee/Tee trinken gehen. Im Bald Neu fühl ich mich gleich wohl. Zum einen weil laut lebensgroßem Pappaufsteller George Clooney erst rein darf, wenn er guten Kaffee trinken will, zum anderen, weil es ein wenig aussieht wie jedes 2. Cafe in Berlin ;-)


Der Tee war gut. So gut, dass ich die leere Tasse fotografieren muss...


Das laktose-freie Speiseangebot hält sich leider stark in Grenzen. Wir gehen Mittagessen. Ich spreche von einem Burger. Die Freundin bestellt ihn. Ich lache mich schlapp, denn er ist riesig! 15 cm hoch. Unmöglich einhändig mit Baby auf dem Arm essbar. Und mit der Menge Fritten daneben überhaupt nicht zu schaffen.


Ich übernehme das Kind. Rührei geht auch einhändig. Die Pommes zum Ei machen sich gut!!!


Wieder ein wenig spazieren. Dann muss der Große von der Kita abgeholt werden. Die kleine Maus und ich bleiben zu hause. Sie wird hungrig, ich trage und wippe. Mama kommt und alle sind erleichtert. Ich so sehr, dass ich für 15 Minuten im Sitzen einschlafe (Immerhin hab ich nicht gesabbert). Ich brauch nen Kaffee!!!


Dann bauen wir mit dem Großen noch Lego, ich vermisse meinen Zwerg wie bekloppt. Hab aber nur ganz wenig Zeit dafür, denn es ist kurz vor sieben und ich bin schon wieder zum Essen verabredet.

Herzliche Begrüßung


Dann Sushi und Quatschen -


wir haben uns lang nicht gesehen - die Zeit verfliegt - der Tag ist vorbei - ich gehe ins Bett. Gute Nacht.
Danke für`s Lesen. Grüße an Caro. Danke 12. November! Du warst toll.

Alles Liebe
Eure Anna

Mittwoch, 11. November 2015

One Lovely Blog Award

Ich mach so was nicht. Eigentlich. Ich wurde bereits von ganz lieben Blogger-KollegInnen nominiert. Und ich hab davon Bauchweh bekommen und stilloser Weise gar nicht darauf reagiert. (Manchmal bin ich echt ein Vollpfosten!). Ich find Kettenbriefe oll. Ich mach so was nicht. Eigentlich.
Un-eigentlich kann ich aber nicht nicht mitmachen, wenn die Nominierung von Franzy kommt. Nicht nur, dass ich ihren Blog Der Schlüssel zum Glück so gern mag. Obendrein ist sie auch noch bekennende Fränkin. Und das bin ich auch. Fränkin. Und bekennend. Nur bislang nicht hier.
Also: hallo Leute, ich bin Anna, ich bin in Oberfranken aufgewachsen und ich finde dieses Fleckchen Erde ganz wunderbar, seine Bewohner uhrig und ich nenne es Heimat. Und NEIN - Oberfranken ist nicht gleich Bayern!!!

Da ich von Franzy nominiert wurde, hab ich mir natürlich erst mal gründlich ihren Text angesehen. Bei Fakt Nummer 1 bin ich aber gleich aus den Latschen gekippt. - Keinen Kaffee? Echt jetzt. Ok, ich kenne mehrere Personen, die keinen Kaffee trinken, bin mir aber final noch nicht sicher, ob die und ich der selben Spezies angehören, denn...


... ich trinke Kaffee. In der Regel 6-8 Tassen pro Tag. Und zu jeder Uhrzeit. Ich liebe Kaffee. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich mich, als ich vor dem Einschlafen das Licht ausgemacht habe wie Bolle darauf gefreut habe, am nächsten Morgen meine erste Tasse Kaffee zu trinken - ein Becher mit einem Fassungsvermögen von etwa 0,4L.


Obwohl ich ausgebildete Schauspielerin bin und mich durchaus auch dafür interessiere, was die lieben Kollegen so treiben, gehe ich fast nie in Theater oder in Kino. Das mit dem Theater finde ich schade, das mit dem Kino ist mir echt egal. Ich bin das absolute Gegenteil eines Cineasten. Doofer Weise wird Schauspielern automatisch Filmwissen unterstellt. Aber ich könnte mir 1000 Filme ansehen und würde ahnungslos aus dem Kino rauskommen, da mein Namensgedächtnis dermaßen unterentwickelt ist, dass ich mir kaum die Namen der Hauptdarsteller merken kann. Da sieht man bei Gesprächen über den Film immer ganz schnell ganz schön blass aus.


Wenn ich ganz schrecklich gestresst bin und müde und genervt und eigentlich das Kind betüddeln und Abendessen machen sollte - oder zumindest Wäsche waschen oder so, frage ich manchmal meinen Mann, ob er kurz mal übernehmen kann. Ich gehe dann "geradeaus-nähen". Dass hab ich so getauft, als ich mal sehr viele Schnullerbänder in Folge genäht habe. Ich setze mich für 10 Minuten an meine Maschine und nähe etwas ganz Einfaches, fasse einen Saum ein oder so was. Das Surren der Maschine, das Fokussieren auf nur einen Punkt bringt mich sofort in Balance. Einer der Gründe, warum ich Nähen so sehr liebe.


Ich bin ziemlich strukturiert. Ich mag es ordentlich. Zumindest oberflächlich. Unter dieser Oberfläche brodelt das totale Chaos. Ich habe ein Kiste mit Schnittmustern. Die fliegen da alle unsortiert rum. Ich habe eine Ordnerstruktur auf meinem Computer angelegt. Die nutze ich auch. Nur dazwischen habe ich so viele Links und Bilder und Dokumente abgelegt, die in die Struktur nicht reinpassen, dass ich nur über die Suchmaske des Computers finden kann, was ich gerade brauche. Ich habe vor daran zu arbeiten! Echt wahr. Das wird aber ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Und die Zeit könnte ich doch viel besser nutzen, indem ich ein paar Blogs lese - oder nicht?


Ich hab eigentlich graue Haare. Und ich bin Jahrgang 1980 - zum aktuellen Zeitpunkt also 35 Jahre alt jung. Das erste graue Haar habe ich mir mit 16 rausgerissen. Wenn man eins rausreißt, kommen 7 zur Beerdigung... Inzwischen dürften so 75% meiner Haare grau sein. Schätze ich. Da ich alle 3 Wochen nachfärbe, kann man das nicht so genau sagen. Allerdings denke ich zunehmend häufiger darüber nach, mit dem doofen Gefärbe aufzuhören. Sähe sicher auch spannend aus. Was mich abhält? Mein Liebster. Nicht, dass der da ein Veto eingelegt hätte. Nein, er ist aber 12 Jahre älter als ich und hat etwa 3% Grauanteil im Haar. Das könnte in der Kombi etwas schräg aussehen - fürchte ich.


Ich war immer umgeben von Menschen, die ganz viele Nahrungsmittel nicht mögen. Sachen wie Pilze, Salatgurken, Fisch, Tomaten, Grünkohl - also echt ganz leckeren Sachen, wie ich finde! Ich versuche mir all diese Essens-Ticks zu merken, damit ich, im Fall einer Essenseinladung, nicht versehentlich etwas koche, was nur ungern oder gar nicht gegessen wird. Ich hingegen war immer ziemlich stolz darauf, dass ich so unkompliziert bin in Essens-Angelegenheiten. Ich traue mich nicht an Kutteln ran und ich bin nach mehrfachem Versuchen zum Ergebnis gekommen, dass ich Gorgonzola einfach nicht mag. Und das war`s auch schon. Find ich ok. Z8iemlich wenig und leicht zu merken! Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall und deshalb hat mein Körper eine ausgewachsene Laktose-Intoleranz entwickelt, die auch durch die Einnahme von Laktase-Tabletten nicht ansatzweise in Zaum gehalten werden kann. Und schon ist man der komplizierteste Gast der Welt. Na toll! Seit neustem reagiert mein Magen sogar allergisch auf laktose-befreite Milchprodukte. Seit drei Wochen gibt es also Kaffee mit Mandelmilch ;-(

Das ist aber immerhin nur halb-schlimm, denn ich trinke aktuell kaum Kaffee. (Wie bitte??? Hat sie nicht gerade bei Fakt Nummer 1 behauptet, es seinen 6-8 Tassen?) Doch schon. Für meine Enthaltsamkeit gibt es aber einen triftigen, höchst erfreulichen Grund. Ich bin in 5. Monat schwanger und werde, wenn alles so läuft, wie wir uns das wünschen Ende März ein Baby bekommen. Wir freuen uns alle wie verrückt, sind aufgeregt, was diese Veränderung mit unserer kleinen Familie anstellen wird und auf den kleinen Menschen, der dann Teil unseres Lebens sein wird.


Das ist auch der Grund dafür, dass es in den letzten Wochen hier so ruhig war. Die Schwangerschaft treibt Schabernack mit meinem Immunsystem und ich musste eine ganze Weile das Bett hüten. Jetzt hab ich aber wieder Oberwasser und tue ALLES, damit das auch so bleibt. Ich bin also voll der Hoffnung, dass es hier wieder regelmäßiger was zu Lesen und Gucken gibt.
Und ich danke Euch für`s Vorbei-Schauen - heute und in der Vergangenheit. Ich freue mich über jeden von Euch und jeden Kommentar. Danke!

Bis bald
Eure Anna


Nachtrag: Da ich meine große Freude über den ersten Blogpost nach 4 Wochen Zwangspause teilen muss - und natürlich auch die Sache mit dem Baby (!!!), kann ich nicht anders als diesen Blogpost mit Vanessas MMI zu verlinken! Denn mittwochs mag ich was über mich selbst erzählen.

Nachtrag II: Der One Lovely Blog Award und seine Regeln:
1. Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat und verlinke diese
2. Blogge die Regeln und zeige den Award
3. Veröffentliche sieben Fakten über dich
4. Nominiere fünfzehn Blogger und teile Ihnen deine Nominierung mit
1.-3. habe ich mit großer Freude erledigt. 4. bereitet mir Magengrummeln, denn wie ich eingangs erwähnte, bin ich kein großer Freund von Kettenbriefen. Nichts desto trotz, habe ich einige liebe Blogger-KollegInnen kontaktiert und freundlich angefragt, ob sie Lust haben, das Stöckchen anzunehmen.