Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 l im Oktober

Ist das zu fassen. Schon Herbst! Und so schön. Ok, ganz schön kalt da draußen, aber Sonne satt. So lass ich mir das gefallen. Trotzdem - in manchen Momenten an diesem Tag hab ich mich durchaus wieder hierhin zurück gewünscht:

Bin dann aber doch aufgestanden. Kaffee. Zurück ins Bett, Laptop auf und erst mal den Pflichten als Elternsprecherin nachkommen. Da kommt das Kind aus dem Wohnzimmer zurück. Der hat sich Stift und Papier geschnappt und mir einen Apfelbaum gemalt. Ich bin ziemlich gerührt.

Als Belohnung bekommt er Frühstücks-Waffelherzen mit Kirschen (zwar von gestern, aber er ist zufrieden).

Im Bad bewundere ich, kurz bevor ich unter die Dusche springe, die wunderschöne Bohnenzucht meiner Männer.

Dann mach ich mir auch ein kleines Frühstück. Müsli-Morgen. Zumindest theoretisch.

Praktisch muss die Krankenkasse angerufen werden (Warteschleifenmusik viel zu laut für meine Verschnupfte Rübe!!!), ein HNO-Termin ausgemacht und der Befund des letzten Augenarzt-Besuchs des Zwergleins (100% Sehvermögen - unfassbar bei 2 Blindschleichen als Eltern) an die Kinderärztin weiter geleitet werden. In der Zeit schaffe ich etwa 5 Löffel Müsli. Dann bin ich spät dran und düse so schnell ich kann zur Orthopädin. Die stellt den Rekord im schnell Sprechen auf und ich bin nach 15 Minuten wieder draußen.

Sonnenschein! Hachtz.
Da ich mein Müsli nicht aufgegessen habe, gehe ich jetzt hungrig einkaufen. Clever. Wirklich clever. Ich stolpere über einen Korb mit Mikrowellen-Kürbissen. Ich bin hungrig und mein hungriges Ich findet die Vorstellung von Kürbis, den ich in 10 Minuten garen kann überaus verführerisch. Gekauft.

Zuhause mümmele ich mein Müsli auf und mach mich ans Kürbis-aushöhlen. Dabei stelle ich fest, dass der doofe Kürbis eine schimmelige Druckstelle hat. Ich könnte mich jetzt aufregen... statt dessen wärme ich die restlichen Waffeln auf und mach mir nen Kaffee.

Die volle Kaffee-Tasse fällt mir aus der Hand und schlägt auf dem Fußboden neben dem Bett auf und dabei bricht der Henkel ab. Ich könnte mich jetzt aufregen... statt dessen wische ich den ganzen Mist auf, mache ein Foto von der kaputten Tasse für Euch und setze Nudelwasser auf. Ich bin ganz offensichtlich immer noch stark unterzuckert!

Ein Teller Nudeln später - ja, es sieht fragwürdig aus, ich weiß - ich glaube aber, es hat geschmeckt - genau kann ich es leider nicht sagen - ich war zu unterzuckert! - ging es mir schon besser. Also zurück an den Computer. Mail wollen beantwortet werden. Orga-Quatsch am Montag eben.

Geht alles recht zäh von der Hand heute! Ich hab nicht wirklich das Gefühl was geschafft zu haben, aber hilft nix. Ich muss los. Den Zwerg aus der Kita abholen.
Auf dem Weg zur Kita erklärt mir der Liebste, dass die liebevoll von der Oma gestrickten Handschuhe zu kalt für den Fahrtwind auf dem Fahrrad sind und der Zwerg morgens gejammert hätte. Ok, dann gehen wir jetzt Handschuhe kaufen. Dachte ich mir naiv.
Gefunden hab ich: ein Paar Hausschuhe (zurückgelegt für morgen - der Laden war übervoll - ich musste da raus) und im 5. Laden ein Paar Winterstiefeletten (zurückgelegt - ich hatte keinen Bock mehr) - wir waren in zwölfunddrölfzig Geschäften und da waren nur Mist-Handschuhe! Ohne Quatsch!
Als wir nach Hause gehen ist es schon dunkel.




Aber dank Ina muss mein Kind morgen nicht erfrieren. Ich hab in einer 15 Minutenaktion ein Paar ausgesprochen langweilig aussehende (das ist meine Schuld, nicht die von Ina!!!) Fäustlinge nach ihrem Schnittmuster genäht. Auf Wunsch des Zwergs aber ohne Futter - weshalb ich ja glaube, dass ich das Bündchen morgen noch mal abmachen muss um noch ne Lage Jersey hinzuzufügen. Aber egal. Ein Mini-Erfolgserlebnis an einem - - Tag.


Ne, das hier wird nicht mein Lieblings-12. in 2015. Aber das ist immer noch Jammern auf sehr hohem Niveau. Denn ich hab ihn zu einem großen Teil mit meinen 2 Jungs verbracht - und die lieben mich - haben sie gesagt. :-) Ich Glückspilz!
Der Kleine schläft jetzt endlich. Der Große wartet auf mich und daddelt wahrscheinlich im Internet rum. Ich bin mit meinem Tagwerk für heute auch durch und sage: Danke Caro für`s Sammeln - und Happy Birthday! Danke Ina für das rettende Schnittmuster. Danke Euch für`s Vorbeischauen.
Macht`s Euch schön.

Alles Liebe
Anna

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Meine neue Lieblings-Apfeltarte

Obstkuchen find ich super. Gerade könnte ich mich fast ausschließlich von Zwetschgen-Tarte ernähren. Aber da abwechslungsreiche Ernährung im Verdacht steht, gesundheits-zuträglich zu sein und ich so viele Äpfel vom Schleswig-Besuch am Wochenende übrig hatte, hab ich mich für Apfelkuchen entschieden.

Ich wollte viele Äpfel auf dem Kuchen. Ich wollte sie nicht in 2 mm dünne Scheibchen schneiden müssen, wie bei diesem wirklich sehr leckeren Exemplar hier. Ich wollte mehr Apfel als Teig.
Ich habe ein wenig im Netz gestöbert aber nichts gefunden, was ich unbedingt machen wollte.
Dann hab ich selbst nachgedacht (!).

Herausgekommen ist dieses äußerst schmackhafte Exemplar von Kuchen


Für meine Eigenkreation braucht man:

Für den Teig:
250 g Mehl
125 g Butter
65 g Zucker
gemahlene Vanille (oder Vanillezucker)
Salz
1 Ei

Für den Belag:
4-6 saure Äpfel (je nach Größe)
1/2 Zitrone
2 Eier
4 EL Zucker
gemahlene Vanille (oder Vanillezucker)
8 EL Sahne
2 TL Mehl
Zimt-Zucker

Und so geht`s:

Den Backofen auf 180° Grad vorheizen. Aus Mehl, Butter, Zucker, einer Prise Salz, etwas gemahlener Vanille und 1 Ei einen Teig kneten. Eine Backform mit Backpapier auslegen und den Teig darin ausrollen oder mit den Händen flachdrücken - dabei soll ein etwa 2 cm hoher Rand entstehen. Mit der Gabel einstechen und in den Kühlschrank stellen. 
4-6 saure Äpfel (je nach Größe) schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Den Saft einer halben Zitrone darüber gießen.
Als nächstes die 2 Eier mit 4 El Zucker und etwas gemahlener Vanille schaumig rühren. 2 TL Mehl mit 8 EL Sahne verrühren. Die Sahne-Mehl-Mischung zur Eier-Zucker-Mischung geben und verrühren.
Die Apfelspalten auf dem Teig verteilen, die Eier-Sahne-Mischung darüber gießen und anschließend das Ganze mit Zimt-Zucker bestreuen. 
Die Tarte für etwa 40 Minuten backen. Nach dem Backen noch 10 Minuten in der Form belassen und erst dann auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Ich zieh jetzt los und bringe meine Tarte zum Kürbisfest in die Zwergenkita. Denn mittwochs mag ich Apfel-Tarte und Zwergenfeste.
Euch wünsch ich einen fabelhaften Tag.

Alles Liebe
Eure Anna