Mittwoch, 26. August 2015

Food-Love l Auberginen-Rucola-Sandwich

Kennt ihr das? Kühlschrank auf, Zucchini, halbe Zwiebel, halber Becher Sahne - nur so Kram im Haus und dann gibt es Reste-Essen. Und ganz manchmal entsteht dabei etwas, dass ist so lecker, dass es ins Repertoire aufgenommen wird. Ab uns zu passiert das. Die Gemüse-Lasagne von Sonntag Abend ist so ein Zufallsprodukt. Das Highlight der Woche ist allerdings das Sandwich, dass ich mir wiederum aus den Gemüse-Resten, die keinen Platz mehr in der Auflaufform gefunden haben, gemacht habe.

Ab heute wird hier für einige Tage täglich Aubergine gegrillt. Ich bin süchtig!
Und es geht so einfach und flott - also zumindest sobald man das mit der Aubergine hinter sich hat. Glücklicher Weise kann man sich ja bevorraten!

Man nehme:
1 Aubergine
etwas Ölivenöl
Salz und Pfeffer
1 Brötchen
Butter
Tomatenmark
etwas Rucola

Als erstes den Ofen vorheizen - etwa 220° Grad - dann die Auberginen in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Auberginenscheiben von beiden Seiten großzügig mit Öl bestreichen und salzen. Anschließend etwa 15-20 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Nach der Hälfte der Zeit wenden. (Das ist mal wieder ein Schätzwert, denn auch mein neuer Ofen und ich müssen uns erst noch anfreunden.)
Die Auberginenscheiben dürfen etwas (oder gänzlich) auskühlen.
In der Zwischenzeit das Brötchen halbieren, mit Butter und Tomatenmark bestreichen, pfeffern und salzen. Als nächstes mit Aubergine und Rucola belegen und falls ihr`s ganz dekadent wollt noch Parmesanflocken und geröstete Pinienkerne drüber streuen. Schmeckt aber auch ohne. 

Voilà - mein aktuelles Lieblings-Sandwich.
Nicht die Neuerfindung der Welt, aber ich stimme trotzdem ein Loblied darauf an, denn er versüßt mir meinen Tag! Weshalb ich heute mit dem Brustton der Überzeugung sagen kann: Mittwochs mag ich ein Auberginen-Rucola-Sandwich - und so wie es aktuell aussieht Donnerstag auch und am Freitag und ...

Guten Appetit!
Alles Liebe

Eure Anna

Freitag, 21. August 2015

Happy Friday

Hallo ihr Lieben - lange nichts von mir gehört. Ja, hier isses grad ein wenig ruhiger. Das liegt an der großen, weißen Hochglanz-Schrankwand die sich unsere neue Küche nennt. Die musste nämlich dringend eingeräumt werden. Und das war gar nicht mal so einfach, da ich ohne Tritt nur an die unteren drei Bretter der Oberschränke rankomme. Ich bin nur 163 cm groß (Tendenz sinkend). Die Veranstaltung hat mich zwei komplette Tage und viel Gegrübel gekostet. Nun auf Hilfe vom Liebsten war nicht zu hoffen, der war eigentlich nur noch im Tonstudio oder auf dem Weg von da oder dahin - immerhin bin ich dank eines an- oder gerissenen rechten Ausenbands krank geschrieben und hab deshalb viel Zeit für meine hausfräulichen Aufgaben.

Zum Nähen kam ich also nicht, erlebt hab ich auch nichts weltbewegendes und da der Gas-Wasser-Installateur unseres Vertrauens noch keine Zeit hatte, haben wir auch keine angeschlossenen Kochplatten. Die Auswahl an schnell gekochten Ofengerichten ist nicht sooooooooo groß und das Rezept für Fertig-Nudelsauce-aus-dem-Glas mit Ravioli-aus-der-Packung wollte ich wirklich nicht verbloggen.

Aber heute hab ich Lust zu Schreiben. Ist nämlich Freutag. Und ich freu mich tatsächlich. Doll. Über den Freitag, an dem ich mit dem Liebsten einen alten, hutzeligen Küchenschrank um die Ecke besichtigt habe, der scheinbar nur auf uns gewaret hat. Er wird ein wenig ulkig aussehen mit seinen knapp 170 cm - neben der großen weißen Küchentür - soviel ist sicher. Aber er ist nur einen Meter breit und passt damit zwischen Tür und Wand und der birgt genug Platz für meine Backsachen (zumindest den größten Teil davon) und die Lebensmittel, die wir so in der Küche lagern. Ich freu mich!!!

Außerdem haben wir nachher ein Spielplatz-Date/Picknick mit einem sehr witzigen Zwergenfreund nebs sehr netter Mama. Und vor lauter Begeisterung habe ich sowohl eine Quiche Lorraine als auch die leckere Ziegenkäse-Feigen-Quiche von Claretti (wobei ich Fan von mehr Schmand bzw Ziegenfrischekäse auf der Quiche bin) für den Picknick-Teil des Dates gebacken.


Vor allem aber freue ich mich über den Freitag, an dem ich und meine Nähmaschine mal wieder zusammen sein durften und dabei ganze zwei Fridas entstanden sind.
Eine davon zeige ich Euch bald mal - die wird verschickt-verschenkt und ich will sicher gehen, dass die frisch gebackene Mama sie zuerst sieht...

Die andere ist allerdings etwas Besonderes. Denn sie ist eine Bestellung. Eine Bestellung von einem großen Bruder. Einem großen Bruder, der gleichzeitig ein Zwergenfreund ist und dessen kleinere Schwester die Klamotten trägt, die meinem Zwerg zu klein geworden sind. Unter anderem auch diese Hose hier
Und als sie die zum ersten Mal trug und ihre Mama auf das Töchterlein zeigte und vermeldete, dass die doch ziemlich süß in tollen Hose aussähe, da kam eben dieser große Bruder und sagte, er wolle auch so eine haben! 

Morgen feiert genau dieser junge Mann seinen vierten Geburtstag und es ist mir eine besondere Ehre, ihm auch so eine Hose zu nähen. Ehrlich! Ich bin so gerührt. Denn mal ganz im Ernst - das ist ne Hose! Welcher fast 4-jährige wüscht sich ne Hose??? Schnüftz.


Ach so. Außerdem freue ich mich wie bekloppt auf den Geburtstag morgen, denn die Eltern und Kinder und deren Freunde sind toll. Alle! Ausnahmslos.
Ich wünsche Euch einen super Freutag und ein tolles Wochenende!

Alles Liebe
Eure Anna


Nachtag: Ein besonderes Dankeschön gilt heute meiner treuen Nähmaschine, die ich vor etwas weniger als fünf Jahren gekauft habe und die bislang noch nie ihren Dienst versagt hat. Danke!

Donnerstag, 13. August 2015

12 von 12 l August 15

Hurra! Auf ein Neues. Zum achten Mal in 2015 sammelt Caro unsere Impressionen vom 12. des Monats. Und zum (zumindest gefühlt) achten Mal kommen meine mit einem Tag Verspätung. Ich hoffe, ihr seht`s mir nach.

Los geht`s bei mir so gegen acht. Das Kind (vorübergehend in seinem Zimmer angesiedelt, kehrte schon vor Wochen in unser Bett zurück, orientiert sich netter Weise aber neuerdings immer häufiger mit dem Kopf nach unten - klaut mir ergo mein Kopfkissen nicht mehr und lässt mir so in der Regel etwas mehr Platz) (was für ein Satz-Ungetüm!) hat entschieden, dass mittig auf meiner Matratze der ideale Schlafplatz für diese Nacht sei. Ich sehe das leicht anders, denn mir bleiben so nur knapp 35 cm zwischen Kind und Matratzen-Kante.

Kaum bin ich aufgestanden und mit Tee (ja, ich weiß - seltsam - aber unsere Kaffee-Maschine ist in der Werkstatt und Filterkaffee am Morgen will mein Magen nicht) bewaffnet zurück ins Bett gekrochen, um ein wenig zu lesen, rollt er sich in die Mitte des Betts und kuschelt mit Papas Hand. (Ich fühl mich leise vera...).

Ich stehe noch mal auf und mache in unserem Tropen-Bad (alle Pflanzen ins Bad gestellt, damit die beste Nachbarin es beim Gießen nicht so schwer hat - und noch nicht wieder zurück geräumt) eine Maschine Kochwäsche an. 
Das Kind wird wach, es wird gekuschelt, geduscht, etwas gegessen - was man so tut, wenn man um zehn Uhr einen Termin hat - und nix davon fotografiert, weil alles in Eile getan wird - außer dem Kuscheln!!!

Ich bin tagsüber im Alois S.. So seltsam!


Päusken. Und noch was Schlaues auf der Brötchentüte gelesen. Laugengebäck bildet ungemein!
Fast pünktlich um kurz nach halb drei bin ich wieder zu hause und der Spaß geht los. Ich muss: - kurz verschnaufen, - brauche nen Kaffee, - einen Salat machen, - eine Sms verschicken, - Sachen für den Nachmittag und den Abend zusammenpacken, - eigentlich noch fünf Maschinen Wäsche falten, und etwas Essen - Zeitfenster dafür: gut eine Stunde. Das Kind will spielen oder dass ich mit ihm male, oder dass ich ihm was vorlese oder ... Ich war im Urlaub. Ich kann kein Multitasking mehr! Ich bin gestresst, kann meine Gedanken nicht sortieren. Egal. 

Erstmal Koffein und Lesen! Das Kind besteht auf französisch-sprachige Lektüre trotz meines Einwands, dass Papa das doch deutlich besser kann mit dem Französisch-Lesen. Na gut, dann stammle ich eben vor mich hin - kenn die Geschichte noch nicht so gut, erinnere mich aber vage daran, dass sogar der Liebste beim Lesen an einer Stelle sehr ins Stocken geriet. Die Bilder sind schön! Das Kind gnädig gegenüber meiner Lese-Kunst. Gutes Päusken.

Dann Salat machen und mit dem Kind streiten, dass müde ist, aber keinen Mittagsschlaf mehr macht und es nicht einsieht, dass Mama nicht mit ihm spielen kann, weil sonst das Treffen mit seiner Freundin am Nachmittag ausfallen muss. Is ja auch kompliziert zu verstehen, wenn man doch was will und so doll und erst fast vier ist. Ich seh`s ja ein.

Eine Stunde Hin-und-Her und ich bin völlig alle und müde in der Birne. Jetzt schnell raus aus dem Haus.

Und erst mal ein Eis essen.

Dann auf den Spielplatz.

Und wieder nach Hause - einen Blick auf das TagNachmittagswerk des Liebsten werfen. Joa - Betonrückwand unserer Küche hängt und sieht gut aus - ist zwar nicht der Farbton, den ich mir vorgestellt/ausgesucht/ach egal - passt gut zum Boden- und zum Arbeitsplatten-Ton und der Rest guckt sich weg!

Und wieder zum Alois. Denn da bleiben heute die Türen geschlossen. Zumindest für Gäste (die auch alle ganz bedröbbelt vom Spielplatz aus zu uns rüberlinsen) - wir grillen, sitzen ganz entspannt auf der Terrasse (was sonst, selbst, wenn man privat da ist eigentlich nie vorkommt, weil man ja doch Mitgefühl für die Kollegen hat) und lassen es uns gut gehen.

Gegen zehn ist das Kind müde, wir machen den Abflug und das Kind schläft dann auch direkt ein. Ich daddle noch ganz kurz durch Instagram und mach dann auch die Augen zu. Bin kaputt. Drum kommt mein 12 von 12 auch erst heute.

Was bleibt?: Danke, Caro! Danke an Euch! Danke an den Zwerg, der mich das gerade noch zu ende tippen lässt. 

Jetzt wird gemalt.
Macht`s Euch schön!

Alles Liebe
Eure Anna

Mittwoch, 5. August 2015

Die neue Lieblings-Quiche

Kühle Sommertage hatten wir ja zur Genüge im Juni und Juli. Auch zur Genüge vorhanden: Lebensmittel im Gefrierfach unseres Kühlschranks. Da wir den im Rahmen des Küchen-Umbaus gern mal abtauen würden, hab ich mal gesichtet, entdeckte Blattspinat zu Hauf und hatte Lust auf eine Quiche. Denn ich finde Quiche ist irgendwie Sommeressen.

Nur Blattspinat war mir dann aber zu öde - also im Schrank und Kühlschrank gestöbert:
Das Ergebnis besticht durch eine Arbeitszeit von etwa 15 Minuten und durch lecker sein.
Und zwar so:
Zutaten für eine 26iger Springform oder Tarte-Form:
Für den Teig:
150 g Weizenmehl
Salz
Pfeffer
1 Ei
75g Butter
Für den Belag:
250 g Blattspinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
3 Eier
100 g Schmand
200 ml Milch
Muskat
Pfeffer 
etwas Salz
100 g Räucherlachs, klein geschnitten
Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180° Grad vorheizen. Alle Zutaten für den Teig verkneten und in die Form drücken - einen 2,5 cm hohen Rand formen. Mehrfach mit der Gabel einstechen und in den Kühlschrank stellen.
Die Eier aufschlagen und mit Schmand und Milch verquirlen, kräftig mit Muskat und Pfeffer abschmecken und vorsichtig salzen.
Nun wird der Spinat zerpflückt und auf dem Teig verteilt. Jetzt den Lachs darüber verteilen, die Eier-Mischung darübergießen und den Lachs, falls nötig ein wenig untertauchen.
Anschließend kommt die Quiche für etwa 20 Minuten in den Ofen - bis sie oben etwas goldbraun geworden ist, dann raus aus dem Ofen und 5 Minuten stehen lassen, bevor sie angeschnitten werden darf.

Mich macht`s glücklich. Das Gefriefach ist etwas leerer und deshalb mag ich mittwochs schnelle Küche!

Alles Liebe
Eure Anna