Mittwoch, 29. Juli 2015

Experimentier-Tag

Wenn es in einer Kita so großen Personalmangel gibt, dass die Betreuungszeiten ab und an gekürzt werden müssen, dann ist für Extras nicht mehr viel Raum. Find ich blöd. Muss ich ehrlich so sagen. Allerdings finde ich es auch völlig verständlich. 
Wenn die Personalsituation so ist, gibt es allerdings verschiedene Arten damit umzugehen. Die Gruppenleiterinnen der Doppelgruppe in der mein Zwerg ist, haben einen ziemlich guten Weg des Umgangs mit dieser Lücke gefunden. Sie haben uns erklärt, dass sie es für die Kinder sehr schade finden, dass so wenige Zusatzangebote verwirklicht werden können und uns als Eltern eingeladen, diese Lücke zu füllen.

Ich arbeite zur Hälfte freiberuflich und bin ergo die perfekte Kandidatin für solche Aktionen. Und ich finde es super, die Gelegenheit zu haben die Kinder ein wenig besser kennen zu lernen - also alle, nicht nur die, die mit dem Zwerg so befreundet sind, dass wir gemeinsam auf dem Spielplatz rumtoben.
Also hab ich mich hinter den Computer geklemmt und recherchiert. Unsere Kita beteiligt sich nämlich am Projekt: Haus der kleinen Forscher und ich habe mich bereit erklärt, gemeinsam mit dem Jungvolk ein paar Experimente durchzuführen.
Ne, ich war nie (!) gut in Naturwissenschaften. Ich hatte echt nicht den Hauch einer Idee, wie das von Statten gehen könnte. Aber auf der Homepage werden Anleitungen angeboten - nach Themenkreisen unterteilt - und in kleine Experimentier-Blocks zusammengefasst - die wirklich leicht verständlich sind. Die meisten Utensilien, die man zur Durchführung braucht, hat man eh zu hause und so hab ich mir ein Bündel geschnürt und bin in die Kita gezockelt. (Ich hatte Muffensausen - ich geb`s zu.)

Gelernt hab ich Folgendes:
Alle Kinder hören besser auf mich als meins ;-)
4er-Gruppen sind super zum Experimentieren.
Es ist unfassbar, wie unterschiedlich lebhaft, mutig, experimentierfreudig,... Kinder sein können - macht mich jedesmal wieder staunen.
Experimentieren mit Kindern macht Spaß.
Etwa die Hälfte der Kinder zwischen 2 und 5 verspürt, wenn auf einem Tisch je eine Feder und ein Strohhalm für jedes Kind liegen, den unbändigen Drang die Feder mit der Spitze in den Strohhalm zu stecken. 
Deshalb: ich muss mir unbedingt eine Bastel-Idee mit Strohalmen und Federn einfallen lassen und bei nächster Gelegenheit mit den Kindern etwas daraus basteln. Jemand ne Idee?

Langer Rede kurzer Sinn: Geht auf die Homepage des Haus der kleinen Forscher und seht sie Euch an und probiert mit den Kids was aus - egal ob zu hause mit den eigenen Kindern oder mit denen der Nachbarn oder in der Kita, im Jugendzentrum...

Und habt viel Spaß!
Mittwochs mag ich kleine Forscher!
Alles Liebe,
Eure Anna


Nachtrag: Ich hatte mich für den Themenkreis Luft entschieden und unterschiedlich Experimente dazu gemacht. Dabei habe ich mit den Kindern versehentlich ein Experiment entwickelt, das ich Euch nicht vorenthalten will: Flasche voller Luft: (vorher durch Aufpusten gelockerten) Luftballon reinstecken und über den Flaschenhals stülpen. Wenn man jetzt fest auf die Flasche drückt, kommt der Luftballon rausgeploppt, lässt man los, saugt er sich wieder hinein. Logisch! War gar nicht vorgesehen, passierte versehentlich und wir hatten viel Freude an unserem Zufallsprodukt. 

Dienstag, 21. Juli 2015

Haarspangen-Hänger l FREEbook

Manchmal kommt ganz unverhofft eine Idee um die Ecke und lässt mich nicht mehr los. Dann muss ich mich an die Arbeit machen. Sofort. Und ich kann nicht aufhören, bis die Arbeit getan ist. So auch neulich. Denn ich hatte ein Foto von einem aufhängbaren Täschchen gesehen, mit Reisverschluss und Bändern zum Haarspangen aufbewahren. Ich fand die Idee völlig genial. Und sofort begann mein Hirn zu rattern... Etwa zehn Minuten später saß ich mit Skizzenblock und Bleistift in der Hand auf dem Bett und zeichnete eine Wolke und eine Qualle.

Ich bin total verliebt. Und ich freu mich so sehr. Wollt ihr auch?
Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Qualle (weil die ein wenig komplizierter ist, als die Wolke):

Man nehme:

Stoff (egal was - falls elastisch mit Vlies verstärken) in Wunschfarbe, vier mal 17 cm x 17 cm
vier Bänder - nach Belieben verziert - zwischen 30 cm und 45 cm lang und etwa 2 cm breit
ein Stück Kordel oder schmales Band etwa 6 cm lang
ein 20 cm langer Reisverschluss
zwei Bänder: 45 cm (z.B. Schräg- oder Ripsband) alternativ Rüsche oder große Zackenlitze (dann reichen gute 15 cm aus, 2 cm breit
mit Vliesofix unterbügelter Stoff in schwarz 1 cm x 2 cm und weiß 2 cm x 2 cm
farblich passendes Garn
Als erstes die beiden Bänder zu gewellten Rüschen vernähen. Wichtig: die ersten 1,5 cm glatt lassen und das Ende nicht verriegeln, damit ihr im Zweifelsfall die letzte Rüsche wieder lösen könnt um ein Rüschenband von genau 13 cm zu erhalten. Die Naht 4 mm von der rechten Stoffkante entfernt setzten.
Als nächstes die Stoffteile mit Hilfe der Schablone zuschneiden und Knipse an den markierten Stellen machen - außerdem braucht die Qualle ein Gesicht: dafür aus der Schablone Mund und Augen ausschneiden.

Und mittels der der Schablone auf die Stoffteile übertragen - die Augen mit Zickzackstich (Stichlänge 1, Stichbreite 3) festnähen.

Jetzt mit schwarzem Garn die Pupillen (Zickzackstich) und den Mund nähen.
Im nächsten Schritt die Rüschen mit Nadeln entlang der Kante feststecken (rechts auf rechts) - die Stoffkante liegt auf der Naht der Rüschen. Jetzt den Stoffstreifen von oben auf die Rüschen legen (rechts auf links) - wieder die Stoffkante auf die Naht - und feststecken.

Eine Naht 7 mm entfernt von der rechten Stoffkante setzen. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Als nächstes machen wir ein Täschchen draus. Dafür jeweils eine Außenseite (die mit den Rüschen und eine Innenseite (die ohne Rüschen) rechts auf rechts legen - dazwischen liegt der RV. Da es für RV-Täschchen so viele tolle Tutorials gibt, erspare ich mir und Euch das an dieser Stelle weiter auszuführen und verweise stattdessen auf eins der zahlreichen Video-Tutorials.
Wichtig: Beim Außenteil nur die untere, schmale Stoffbahn, nicht die Rüschen mit dem RV vernähen.

Der RV ist angebracht. Die Kordel an der markierten Stelle annähen (Geradstich: Stichlänge 3 / 5 mm von der Außenkante entfernt). 
Jetzt die Außenseiten aufeinanderstecken und eine Naht 7 mm von der Kante entfernt setzten und zwar ab etwa 2 mm oberhalb der Rüschen beginnend bis zur identischen Stelle auf der gegenüberliegenden Seite.
Anschließend die vier Bänder entsprechend der Markierungen auf dem Innenstoff feststecken und festnähen - die Naht 5 mm von der Stoffkante entfernt setzen. 
Als nächstes die Innenseiten aufeinanderstecken - die Bänder vorher mittig positionieren - und eine 7 mm von der Stoffkante entfernte Naht setzen. Wendeöffnung nicht vergessen!

Die Tasche auf rechts wenden und die Wendeöffnung verschließen.
Zuletzt mit wenigen Stichen von Innen beginnend den höchsten Punkt der Innentasche mit dem höchsten Punkt der Außentasche vernähen.
Fertig ist der Haarspangen-Hänger!

Das Gleiche geht natürlich auch in Wolkenform.
Hier die Zutaten als Bild: (Stoffverbrauch vier mal 22 cm x 14 cm)

Und das Endergebnis.

Ich bin knall-verliebt in die Dinger, hätte mal wieder gern eine Tochter und freue mich, zwei Mädchengeschenke auf Vorrat zu haben. Der nächste Geburtstag kommt bestimmt!
Hier noch die Schnittmuster für Qualle und Wolke.



Euch wünsche ich einen wunderschönen Creadienstag und verschicke die beiden Hänger außerdem zu Meitlisachen und zu Handmade on Tuesday - und zusätzlich, denn heute is Klotzen und nich Kleckern angesagt: zu kiddikram, DienstagsDinge und zu TT.

Alles Liebe
Eure Anna


Montag, 13. Juli 2015

12 von 12 l Juli 2015

Der Tag beginnt mit der Feststellung, dass mein Wecker nicht geklingelt hat und ich die 30-Days-of-Yoga-Challenge wohl am Montag beginnen muss. Direkt nach dieser Feststellung startet der Zwerg in den Tag. Erstmal ausgiebig nölen, nörgeln und motzen. Vor dem ersten Kaffee. Na Danke auch. Mit Hilfe des lila Nashorns bekomme ich seine Laune wieder halbwegs auf Kurs.

Es folgt eine Runde Kuscheln. Dann backt der Zwerg mit mir zusammen eine Tarte aux Abricots, von der er schon im Vorfeld sagt, dass er sie nicht essen wird. Er will den Schokokuchen vom Vortag! (Und wenn er das sagt, dann wird das auch genau so durchgezogen!)

Das Backen verläuft friedlich. Ich gieße und betrachte kurz noch unsere Erdbeer-Zucht. Sehr erfreulicher Anblick!

Dann gibt es Frühstück in unserer Baustellen-Küche, endlose Diskussionen darüber, ob sich der Zwerg anzieht und wann und was und ob wirklich täglich die Zähne geputzt werden müssen... es gibt so Tage! Glücklicher Weise sind die selten beim Zwerg! Vor lauter Familienfrieden vergesse ich Fotos zu machen.
Der Zwerg baut noch irgendwas aus Duplo-Steinen, was dann nicht so klappt, wie er das will und - naja, ihr könnt es Euch sicher denken.

Schnell rein ins Auto - mit Kuchen und Zeug bepackt und los geht es an den äußersten Rand von Berlin - Kladow - soll wohl noch Berlin sein - sieht aber nicht so aus ;-) - frisch zugezogene Freunde besuchen. Die neue Wohnung wird bewundert. Die Terrassen-Bepflanzung ebenfalls.

Dann gibt es Kaffee-Kuchen. 

Die Kinder spielen noch ein wenig. Ich versuche mich im Selfie-machen.

Und knipse dann doch lieber ein "ich stehe neben Lavendel-Bild"

Dann fahren wir zum Yoga-Festival. Ich würde ja so gern schlendern und noch lieber Yoga machen (siehe erster Absatz) - geht aber nicht - bin ja mit Freunden und Familie unterwegs. Der Liebste bekommt zurecht Pickel wegen 30 € Eintritt (was echt viel ist, wenn man nicht vor hat Yoga zu machen, sondern lediglich auf dem Gelände nen Kaffee trinken will! Sonst natürlich nicht!). Und wir setzen uns ohne Schlendern mitten zwischen die Yogis ins öffentlicher Café. Die Kinder springen los und lassen sich bemalen. Effekt: Kind weg, Löwe da. Und der Löwe hat nur 20 Minuten geschlafen und muss mal Kuscheln.

Und dann wieder wild rumlöwen!

Dann bekommen alle Kids glecihzeitig einen Raubtier-mäßigen Hunger und wir alle Nudeln mit leckerer Bolo.

Es wird schon dunkel als wir die Heimreise antreten. Der Zwerg schläft auf der Heimfahrt ein und ich nach 30 Minuten "Die anonymen Romantiker". Den muss ich heute also noch zuende-gucken!

Das war`s im Wesentlichen. Nettere Laune beim Zwerg wäre netter gewesen. Aber insgesamt betrachtet war das ein ziemlich schöner Tag! 
Danke liebe Caro, dass Du unsere 12. sammelst!
Danke Euch für`s Vorbei-Schauen.

Ales Liebe 
Eure Anna

Nachtrag: Tag 1 von 30 hab ich heute immerhin geschafft. Und wenn nicht irgendwas total Fieses um die Ecke kommt, bin ich guter Dinge, dass ich 30 Tage in Folge Yoga mache und dann einfach immer weiter! Chacka!