Mittwoch, 3. Juni 2015

Burger-Braten in Hamburg

Ende April war ich mächtig aufgeregt. Ich war zum ersten Mal zu einem Bloggerevent eingeladen. Gemeinsam mit dem Zwerg war ich in Hamburg. Zum Burger-Workshop. Ziel war es, gemeinsam mit lieben Blogger-KollegInnen nebs Kindern gesunde Burger zu machen.
Eingeladen waren wir von Philips, die uns bei der Gelegenheit ein paar ihrer Küchen-Schätzchen vorführen wollten.
Beim Anblick eines dieser Schätzchen - des Airfryers - wurde ich auch tatsächlich ein wenig neidisch. Sobald ich die Wand zum Schlafzimmer durch Blinzeln um einen Meter versetzen kann, schaffe ich mir eine Luft-Friteuse an.
In Hamburg wurde mit Hilfe des eben genannten Geräts gekocht - fettarm - lecker, aber das muss auch ohne gehen, hab ich mir gedacht und mich mal zu hause hinter den Herd gestellt und siehe da: 

Geht ohne! Na also! Dann kann die Wand ja stehen bleiben, wo sie ist.
Wirklich umgehauen haben mich in Hamburg vor allem die selbstgebackenen Buns (aka Burgerbrötchen). Allein schon, weil die super fluffig sind und trotzdem nicht zerbröseln, wenn man sie nur ansieht. Deshalb hab ich hier für Euch das Burger-Buns-Rezept von Guido Weber noch mal nachgebacken, minimal verändert und notiert. 


Rezept für (je nach Größe) etwa 12-16 Buns:

7 EL Milch
200 ml warmes Wasser
1 Würfel Hefe
2 EL Honig
Salz
80 g weiche Butter
500g Mehl
2 Eier
2 TL Oregano
2 TL Sesam

Und so geht`s:
Wasser mit 4 EL Milch und Honig in eine Schüssel geben, die Hefe hineinkrümeln, alles gut verrühren und 5 Minuten stehen lassen.
Anschließend Salz, Butter, Mehl und ein Ei zugeben und verkneten (wer hat, sollte jetzt die Küchenmaschine bemühen, denn zu lange kneten, gibt es bei Hefeteig fast nicht).
Über die Rührschüssel ein Geschirrtuch legen und an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.
Jetzt Kugeln formen, flachdrücken, bis sie knapp 1 cm dick sind und auf ein Blech verteilen, erneut gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 180° Grad vorheizen (in meinem Fall Ober-Unter-Hitze - Umluft ist ja defekt - grummel) und eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen.
Jetzt noch den Sesam anrösten und mit dem Oregano mischen und die restlichen 3 EL Milch mit dem übrigen Ei verquirlen.
Nach 30 Minuten diese Mischung auf den Buns verstreichen und sie mit der Sesam-Oregano-Mischung bestreuen.
Die Buns backen, bis sie goldbraun sind.


Was die Burger-Patties betrifft, bin ich ein großer Fan davon, sie ohne Ei zu machen. Das klappt am besten, wenn man das Hackfleisch würzt und zu Patties in Wunschgröße formt (Hauptsache nicht zu dick!) und sie anschließend in Frischhaltefolie verpackt für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank legt.

Burger-Patties: check! Brötchen: check!
Fehlt noch die Sauce.
Ich hab da 2 Lieblings-Versionen. Zum einen mag ich es klassisch, soll heißen: Senf, Ketchup, Mayo und dazu saure Gurke, Salat und Tomate. Ab und zu hab ich mehr Lust auf Sweet-Chili-Sauce (vom Asiaten) mit Honig-Senf-Sauce (selbstgemixt) und dazu Rucola, Salat, Salatgurke.

Da Ketchup nur in der klassischen Version vorkommt und ich es da klassisch mag, steh ich nicht so auf selbstgemachtes Ketchup - zumindest bei Burgern. Zu Kartoffeln und Grillgut sieht die Sache aber schon anders aus und deshalb wollte ich Euch das Rezept von Guidos Ketchup nicht vorenthalten, das ich wirklich sehr lecker finde.


Tomatenketchup:

500 g Tomaten aus der Dose
100 ml Apfelsaft
100 ml Ginger Ale
1/2 Knoblauchzehe
20 g Ingwer (Achtung! Je jünger, um so intensiver)
1 Schalotte
1 TL Currypulver
2 EL brauner Zucker
1/2 Senfsamen
Salz
Pfeffer

Die Tomaten zusammen mit etwa der Hälfte des Saftes aus der Dose, dem Apfelsaft und dem Ginger Ale pürieren.
Knoblauch, Ingwer und Schalotte schälen, sehr klein schneiden und mit dem Currypulver in einem Topf erhitzen. Zucker und Senfsamen zugeben und mit anrösten.
Anschließend die pürierte Tomaten-Mischung zugeben und reduzieren, bis die Wunschkonsistenz erreicht ist. Mit Pfeffer und Salz würzen.

Am Ende dieser kleinen "Burgerei" möchte ich mich noch beim gesamten Philips Blogger-Team, Guido und seiner Crew und meinen lieben KollegInnen (Anika, Ilka, Jette, Katarina, Mia, Rebecca und Kai) und deren Kindern für den schönen Vor-Nachmittag bedanken.

Euch wünsch ich viel Spaß beim Backen und Braten oder Grillen!
Zu guter Letzt: Mittwochs mag ich so was von Burger! Am Liebsten vom Grill. Dafür fehlt aber der Balkon... ich muss das mit dem Blinzeln üben! Dringend!

Alles Liebe
Eure Anna

Nachtrag: Brötchen abkühlen lassen und zeitnah einfrieren. Hab gerade eins aufgetaut. Schmeckt wie frisch gebacken. Man kann sich also bevorraten.

Kommentare:

  1. liebe anna,
    ein tolles rezept. danke dafür!
    den ketchup möchte ich auf jeden fall ausprobieren. der gekaufte ist ja eine echte zuckerbombe!
    liebe grüße aus dem sonnigen italien
    andrea

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  2. Das hört sich richtig lecker an... Und den Ketchup machen wir gleich nach für die kommende Grillsession! Liebe Grüße zu dir, Ulli

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  3. Super Artikel, sieht sehr lecker aus.

    LG Sabrina

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