Sonntag, 30. November 2014

Advent l Kalender l und wieder Chaos

Die Woche war -  ein wenig naja sagen wir mal - wirr.
ABER am Ende des Chaos steht ein fertig befüllter Adventskalender für den Zwerg - und so wie ich
das sehe, hab ich es ein wenig übertrieben mit dem Befüllen. Das kommt davon, wenn man sein
Kind nicht mit täglicher Schokolade mästen will... Drum musste der Adventskalender vom letzten
Jahr auch um ein paar größere Säckchen erweitert werden. (Fotogenes Licht gibt es im Winter in
Berlin in Kombination mit einem Gerüst vor dem Fenster leider nur draußen.)


Außerdem habe ich einen zweiten Adventskalender gebastelt - ok, einen halben - naja, gebastelt
einen ganzen aber die Hälfte wird vom Liebsten zwangsbefüllt.



Die Ursprungsidee, die Tüten in Form eines Weihnachtsbaums an die Wand zu pinnen musste ich
kurzfristig aufgeben. Mir wurde plötzlich klar, wie unglücklich ich den Liebsten mit den vielen kleinen
Nägeln in der Wand machen würde...
Eine Stunde echt miese Laune und Stress, dann die rettende Idee. Außer den schwarzen Zahlen war
alles vorrätig. Das ganze ist wirklich schnell und einfach umzusetzen. Das kann man kaum basteln
nennen!



Statt eines Adventskranzes gibt es dieses Jahr vier Kerzen vom Möbelschweden, einen roten Stern
auf einem der Gläser und ein paar rote Beeren. Das muss reichen! Schon allein deshalb weil wir fast
immer in der Küche sitzen, auf dem Küchentisch aber echt kein Platz für einen ausladenden Kranz
ist. Und wenn er, wie letztes Jahr, im Wohnzimmer steht, dann wird er - ignoriert!

Die Fenster wurden trotz Baustelle über unserem Kopf geputzt (heroischer Optimismus und um der
Wahrheit die Ehre zu geben auch nur 3 von 7 - was mich im Nachhinein irre ärgert, weil es jetzt friert) und mit den obligatorischen Sternen dekoriert.
Und für Montag bin ich mit der Lieblingsnachbarin zum Plätzchenbacken verabredet.

Das lässt sich doch schon mal ganz gut an!
Ich wünsche Euch allen eine schöne, unstressige und Glühwein-lastige Adventszeit
Eure Anna

Sonntag, 23. November 2014

Stadt // Land // Essen

November! Das ging schnell. Herbst? Winter! Und Laura und ich sind jetzt weniger unterwegs.
Mehr zuhause. Machen es uns gemütlich. Essenseinladungs-Saison!


Das ist eine Aubergine.


Wenn Du zu mir sagst: "Ich hab hier `ne Aubergine. Was willst Du damit kochen?", dann hätte ich darauf folgende Antwort:
Ich könnte sie halbieren und rautenförmig einritzen, anschließend mit einer Gewürz-Öl-Mischung bestreichen, 40 Minuten backen und dann mit Bulgur-Salat und Jogurt toppen.



















Oder ich halbiere sie, höhle sie aus, koche eine Auberginen-Tomaten-Hackfleisch-Sauce, die ich in die ausgehöhlten Auberginenhälften fülle. Anschließend werden die gefüllten Auberginenhälften gebacken und 10 Minuten bevor sie fertig sind noch mit Feta bestreut.


Ich könnte sie aber auch in Scheiben schneiden und geölt und gewürzt backen oder braten und mit Tomatensauce und Mozzarella geschichtet zu einer Melanzane verarbeiten.


Alternativ könnten sie gegrillt, gemeinsam mit Knoblauch, Parmesan und Zuccini auf einer Pizza thronen.


Oder in einem Curry gemeinsam mit Pilzen und viel Thai-Basilikum in Cocosmilch baden.
Oder doch frittiert in einem Falafel-Makali-Sandwich?...

Bevor ich nach Berlin gezogen bin - und da hab ich auch schon viel gekocht - hätte ich wahrscheinlich ein wenig ratlos mit den Schultern gezuckt.

Das liegt nicht daran, dass ich erst hier angefangen habe freiwillig Auberginen zu essen oder seit ich hier wohne Kochbücher auswendig lerne, sondern viel mehr an der Fülle der kulinarischen Angeboten, die diese Stadt auch für den schmalen Geldbeutel bereit hält.

Ich habe in den fünf Jahren, in denen ich hier leben so viel (mittelmäßiges aber auch) großartiges vietnamesisches, japanisches, arabisches, libanesisches, ... Essen ausprobierten dürfen.
Ich fühle mich so bereichert durch diese vielen kulinarischen Eindrücke und Inspirationen.
Wenn ich jetzt eine Aubergine in den Händen halte, denke ich: "Israelisch oder lieber Thai? oder doch besser italienisch?

Und manchmal wenn ich den Zwerg frage was er gern essen möchte, antwortet er, obwohl er sich aktuell nahezu ausschließlich von Wiener Würstchen, Schokolade und Maja-Jogurt ernäheren würde, wenn man ihn nur ließe, spontan: Sushi.
Und er weiß, dass er Reis mit Sauce mag - und es ist ihm egal, ob es vietnamesische oder indische Sauce ist. Ich finde das toll. Seine Welt ist seit Tag 1 bunt. Es gibt Menschen unterschiedlichster Couleur und die kochen und essen die unterschiedlichsten Sachen.
Er wächst damit auf. Das ist seine Normalität. Und das macht mich froh. Und es ist ein riesiges Pro, dass mithilft unser Leben in Berlin ohne kindgerechten Riesengarten (dickes fettes Kontra) im Gleichgewicht zu halten.

Und bei Dir so, Laura?

Liebe Grüße
Anna

Dienstag, 18. November 2014

self-made superheroes

Ratadada-ratatatatadada-ratatataaa-ratatataaaaaa-ratatataaaaaaaaaaaa! tepetua & 900seconds production proudly present our fantastic and (prospectively) famous child actors.




















Im Nachhinein fühle ich mich regelrecht geehrt, dass ich diese Rasselbande einkleiden durfte. 
Ich habe selten so taffe, kluge, lebhafte und witzige Kids gesehen. Und jeder von ihnen hatte eine 
ganz offensichtliche Superkraft: Kälteresistenz!
Während meine Kollegen und ich am Set so schön langsam zu Eiszapfen mutierten, bekamen wir 
egal wen wir wann fragten, ob es zu kalt sei, die lässige Antwort: "Ne, alles in Ordnung."

Echt hart im nehmen die Jugend von heute! Denn so sehr ich im Vorfeld recherchiert habe, ich habe kaum ein wärmendes Accessoire an einem Superhelden entdecken können.




















Abgesehen davon, dass ich auch eines Tages mal so cool sein möchte, wie unsere Kids, bin ich immer noch schwer neidisch auf den vielen Glitter, den unsere Maskenbildnerin unseren kleinen Helden ins Gesicht gepackt hat. (Hab heute heimlich ein wenig Glitzerlidschatten aufgetragen - aber psssssssst - nicht verraten) Ja, schon klar - wird wahrscheinlich nix mit mir uns cool! Naja - wat soll`s!




















Als Teil des Produktionsteams bin ich happy, dass wir so wunderschöne Bilder im Kasten haben und 
alles so gut geklappt hat. Als Kostümbildnerin (schon verrückt, was man mir so alles zutraut - ich bin 
schließlich nur Autodidakt!) bin ich primär heilfroh, dass ich die Jungs dazu überreden konnte, sich 
in Leggins und Kapes verpacken zu lassen und die lediglich aufgebügelten Applikationen da geblieben sind, wo ich sie haben wollte.

Jetzt treff ich mich mit Laura (der Wonderwoman-Test-Trägerin von letzter Woche) und wir machen 
uns an den Schnitt.
Vorher verräume ich noch schnell den Rest der zehn Meter Satin in einer Box. Denn so schön das 
auch war - von dem Material hab ich erstmal genug gesehen. Zu lange auf Satin starren macht malle 
in der Birne! Wirklich war. Und ehrlich gesagt, verarbeitet sich so ziemlich alles, was ich bislang in 
den Händen hatte, netter als Satin. (Das musste einfach mal gesagt werden!)

Euch alles Liebe und
einen fabelhaften Creadienstag!

Eure Anna

Freitag, 14. November 2014

Heldenhafte Tage

liegen hinter mir. Heute gehe ich in den Endspurt. Ein paar winzige Korrekturen, ein letztes (zusätzliches) Kape und eine Maske (aus Satin - mal sehen, wie ich das mache?!)


Sieben Tage liegen zwischen Idee und Fertigstellung. Sieben Tage mit Einkaufen, Umdisponieren, Umbesetzung, Umdisponieren, doch online bestellen und hoffen, dass alles Kostümteile bis heute ankommen (bitte lieber DHL-Mann - das pinke Tütü!). Und viel, viel Satin!
Ich freu mich sehr über sieben und ein halbes Helden-Outfit aus meiner Hand.
Und auf morgen, wenn ich mit ihnen an unser Filmset fahre und unseren Kinderdarstellern (die sind zum Teil größer als ich! - krass) dabei helfe, sie anzuziehen.

Zuletzt ein Dank an meine reizende Kollegin Laura, mit der ich die Lorbeeren für den Shopping- und Planungswahnsinn teile und die mein "Wonderwoman"-Kostüm für diese Fotos rasch mal runprobiert hat. Und mit rasch meine ich, dass wir uns 4,5 Minuten getroffen haben, bevor wir beide weiterhetzten, sie in Richtung Arbeit, ich in Richtung Kita.

Euch einen großartigen Freutag.
Ich mach mich jetzt mal an mein letztes Kape.

Liebe Grüße
Anna

Donnerstag, 13. November 2014

12 von 12 im November

Ich bin ausgeschlafen. Vor allem im Vergleich zum letzten 12.. In meiner Käfertasse: Instant-Kaffee. Unsere Kaffeemaschine ist kaputt. Der Computer funktioniert und ich schreibe rasch zwei Mails.


Auf dem Weg zum Badezimmer biege ich schnell ins Kinderzimmer ab. Da wurde offensichtlich heftig gespielt, während ich am Vorabend noch gearbeitet habe.


Der Liebste siecht. Deshalb bringe ich ausnahmsweise den Zwerg zur Kita. Rasch noch ein Foto von
den Grafities machen, ehe sie wegrenoviert werden.


Spätestens nach diesem Bild bin ich im Farbrausch. Auf dem Heimweg entdecke ich zwischen all den
kahlen Bäumen und dem berliner Novembergrau noch ein paar rote Blätter.


Und ich mache durch die Garagenauffahrt ein Foto vom vergnügt spielenden Zwerg (rote Mütze).


Wow, eine Blume. Im November. Von denen hatte ich mich fü dieses Jahr innerlich schon verabschiedet.


Und eins der winzigen Blätter, die ich schon auf dem Hinweg zur Kita gesehen hatte. Rasch noch welche aufsammeln und jetzt aber wirklich nach hause. Es gibt viel zu tun!


Oh, der Kaffeemachinen-Reperatur-Laden (gibt es dafür ein besseres Wort? Falls ja, kenn ich es nicht) hat eine neue Wimpelkette. Sieht schön aus zu grau. (Ich muss die Kaffeemaschine endlich da hin bringen!)


Zuhause angekommen versinke ich im Farbrausch und verwandele meinen Arbeitsplatz binnen kürzester Zeit in totales Chaos. Merke: nächstes mal so viel Stoff besorgen, dass man wirklich genug hat, um ein Teststück zu nähen!!!


Wenn man lang genug auf knallbunten Satin starrt, wird man malle in der Birne.

So, noch ein paar Motive auf Vliesofix aufmalen. Anschließend ausschneiden und dann ...


... sieht das z.B. so aus. (= Superheldengürtel für selbsterdachten Superhelden für Imagefilm...
deshalb der viele Satin)


Nach einem Tag im Farbrausch geht es dann, als es schon ziemlich dunkel ist, noch mal Arbeiten. Weshalb mein 12 von 12 mal wieder erst am 13. veröffentlicht wird.

Danke liebe Caro für`s Sammeln.
Euch Danke für`s Vorbeischauen und
Alles Liebe

Eure Anna

Donnerstag, 6. November 2014

Rock-RUMS

Ich hab `ne gute Phase. Ich schaffe es immer häufiger etwas nur für mich zu nähen.
Neu in meinem (schrecklich unaufgeräumten - hüstel) Kleiderschrank:

Vorbild war mein blau-weiße Lieblingsrock.
Ich könnte den grade täglich anziehen, aber immer nur blau ist dann doch nicht die Lösung.
Jetzt kann ich abwechseln und da das Schnittmuster jetzt schon mal da ist, kann man da ja noch ein wenig anknüpfen.
Da es bei uns zuhause dank Baugerüst immer noch finster ist und ich ausnahmsweise mal meinen Liebsten als Fotografen engagieren konnte, hab ich noch ein wenig Quatsch gemacht.
Hier also noch ein paar Bilder:

Laterne, Laterne, schenk ein bißchen Wärme, ...
unsere Heizung war über Nacht nämlich komplett ausgeschaltet.
Merke: Mann + Rotwein = seltsames Gebastel am Boiler


Der Rock wandert zu RUMS und ich geh los und such mir rostroten Jersey - für den passenden Loop.
Liebste Grüße
Anna

Montag, 3. November 2014

#freezeplease l Oktober

Das ging jetzt aber wirklich schnell. Kaum hab ich angefangen mich mit dem Herbst anzufreunden
ist der Oktober auch schon wieder rum. Und der November ist ja schon ganz klar Winter.
Der eine Monat Herbst war traumhaft schön.
Um ihm nachträglich noch ein wenig zu ehren hier mein Einfriermoment aus dem Oktober.

Lieblings-Zwerg im Wald.

Und dieser Moment hatte ganz schön viel Konkurrenz: Sonnenuntergänge zuhauf, bunte Blätter, Abendessen mit lieben Menschen, ein allererstes, schüchternes "Süßes oder Saures" - Danke Oktober! War schön mit Dir.

So, und jetzt Winter! Hallo November. Mal sehen, was Du so bringst. Bislang kann ich nicht klagen.

Liebste Grüße
und Danke an Nic für`s Sammeln.
Eure Anna