Dienstag, 28. Oktober 2014

ENDLICH !

Es hat eine Weile gedauert. Ich sammle seit Monaten eifrig vor mich hin.
Jersey. Ein Stöffchen nach dem anderen landet frisch gewaschen in der großen Plastikbox. Und dann
liegt er da. Und wartet. Darauf, dass ich mich endlich traue ihn zu zerschneiden. Und wartet und
wartet und wartet...
Bis gestern.
Da hab ich mich endlich getraut, ein Schnittmuster ausgedruckt, angepasst (Warum sind alle Shirts
so schmal geschnitten?) und dann geschnitten und genäht und - was soll ich sagen - es sieht echt aus
wie ein T-Shirt. Und es war gar nicht schwer.



Als Basis für den Schnitt hab ich dieses Freebook verwendet, wobei ich das Shirt etwa 2cm breiter zugeschnitten habe, als angegeben und es ist immer noch zu schmal - und nein, der Zwerg ist nicht dick! Aber auch nicht mager. Außerdem war ich dank Susannes Tutorial ich in der Lage das Shirt mit einem hübschen Halsbündchen zu versehen.
Ich freu mich. Der Zwerg freut sich. Und als nächstes zerschneide ich dann mal den Rotkäppchenstoff - oder doch den mit den Krokodilen?
Vorfreude ist doch die schönste Freude.

Ich wünsch Euch nen wunderschönen Creadienstag.
Alles Liebe
Eure Anna

Sonntag, 26. Oktober 2014

Stadt // Land // Herbst

Diesen Sonntag beschäftigen sich Laura und ich mit Herbststimmung. Laura auf dem Land und ich - nun ja...

 
"Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da..." Laut krakeelend singend stapft meine Zwerg über den Waldweg - einen Zweig in der Hand, der größer ist als er. Neben ihm stapft seine kleine Freundin. Wir Eltern stapfen hinterher. Plötzlich bricht der Gesang abrupt ab: "Mama, ein Pilz."


Leute, ich hab es echt versucht, Herbstfotos zu machen, die Euch zeigen, dass auch Berlin im Herbst schön ist z.B. die gelben Blätter auf dem Gehweg, die roten Blätterranken, die die Hauswände bedecken, die glänzenden Kastanien in unserem Hof...
Aber so richtig wollten die Fotos nicht werden.
Gefreut hab ich mich trotzdem. Und Blätter gesammelt und gepresst und tatsächlich zum allerersten Mal den Herbst (=bislang ungeliebteste Jahreszeit) genossen.
Dann haben wir am Samstag einen Ausflug gemacht und sind 4 Stunden lang durch einen Wald gewandert.


Fotos können leider keinen Geruch transportieren. Aber seit Samstag weiß ich: Herbst in der Stadt ist Mist, weil es nicht nach Wald riecht. Und es gibt faktisch keine Pilze - ganz sicher keine essbaren. Für tolle Herbsterlebnisse ist Natur von Nöten und davon gibt es in Berlin zwar reichlich, aber nicht unbedingt da wo ich wohne.


Gelernt: Mehr Ausflüge machen. Besonders im Herbst!
Herbst ist toll.
Außer es regnet.

Ach so, ein Foto hab ich dann sogar in der Stadt hinbekommen.
Die traumhafte Lichtstimmung die hier neuerdings häufiger mal gegen 6 Uhr zu bewundern ist, ist beim Herbst-Lieben sehr zuträglich.



Und die hätte ich im Wald nicht zu sehen bekommen - zu viele Bäume.

Alles Liebe
Eure Anna

Dienstag, 21. Oktober 2014

Affen-Taschen-Hose

Als der Zwerg noch ganz schrecklich klein war, tingelte ich mit einer Freundin oft durch die Second-Hand-Läden und hoffte süße Babyklamotten zu finden. Gar nicht so einfach, wenn man der Meinung
ist, dass Bärchen oder deren Köpfe auf Kinderkleidung nichts zu suchen hat.
Eines Tages entdeckte ich einen Kurzarmbody in Größe 74. Weiß mit Affenköpfen (ja, das ist ok - warum, weiß ich auch nicht so genau - ist eben so) in blau. Für 1 Eure hab ich ihn nach hause
getragen und dann festgestellt, dass er an mehreren Stellen braune Flecken hat. Ich tippe mal auf Banane.
Das geht nicht mehr raus! War klar. Hab mich ordentlich geärgert und ihn in einen Karton gepackt.


Seit ich nähe, ziehe ich ihn immer wieder raus und überlege, was ich damit noch anstellen könnte.
Am letzten Freitag wusste ich es plötzlich:



Ich liebe die neue Zwergenhose und finde es echt fies, dass Nicki-Hosen bei Erwachsenen als untere Hälfte eines "Hausanzugs" verkauft werden. Dabei sieht das so gemütlich aus, wenn er sie anhat!
Hach.
Er trägt sie gern.
Wölfe wären ihm aber lieber.
Geht klar mein lieber Sohn. Ich war gestern bei Frau Tulpe!
Und die nächste Hose hat Wölfe. Versprochen.

Die Hose geht zum Creadienstag und Upcycling Dienstag und ich setz mich an die Nähmaschine und mach die Auto- und die Wolfshose fertig und näh dann noch ein Halstuch und...
Es gibt so viel zu tun.

Alles Liebe
Eure Anna

Dienstag, 14. Oktober 2014

Genähtes Essen und DIY - Toastbrot

Die Kinderküche hab ich Euch ja neulich schon gezeigt. Jetzt ist das selbstgenähte Futter dran:
Ich hab das Essensnähen nicht neu erfunden und ganz viele großartige Anleitungen hier gefunden. (Danke liebe Florentine für's Teilen!)

Hier ist der Zwischenstand:


Ich wollt es nicht gleich übertreiben. Zum einen, weil ich wusste, dass von den lieben Großeltern auch noch hölzernes Obst und Gemüse geliefert wird, zum anderen, weil ich nicht mein ganzes Pulver auf ein mal verschießen wollte. Schließlich steht Weihnachten und damit die Befüllung eines Adventskalenders ins Haus.
Falls jemand noch eine gute Idee hat, was unbedingt noch in den Topf oder Herd muss, nur immer her damit.
Ziemlich fest eingeplant hab ich schon das Grillhändl. Ich find das einfach zu witzig!

Jetzt aber mein Mini-DIY:
Mir ging es genau wie Florentine. Das selbstgenähte Brot war ein wenig unansehnlich und leicht schief. Außerdem hab ich beim Zuschneiden und Nähen die Zwergigkeit der Kinder-Geschirr-Teller völlig außer Acht gelassen. In der Sekunde, in der mir das auffiel, war auch schon klar, dass ich unmöglich genug Gelassenheit besitze, die selbe Stümperei in noch kleiner zu produzieren.
Ein neuer Plan musste her.
Und siehe da:



Und weil das so viel mehr Spaß macht, als die 3-D-Version aus Stoff, deutlich schneller und einfacher geht und es einfach nicht nötig ist, dass sich fortan noch jemand beim Mini-Brotscheiben durch eine Wendeöffnung-Frickeln fast die Finger bricht, gibt es hier mein Toastbrot-DIY:



Und so geht`s:
Erst mal zwei Schablonen herstellen (oder meine ausdrucken). Eine große für den dicken Filz und eine etwas kleiner für den Stoff. Am einfachsten ist es, wenn die Schablonen symetrische Seiten haben. Also Papier falten und im Bruch ausschneiden.
Dann könnt ihr schon mal das Vliesofix auf den Stoff aufbügeln und den kurz auskühlen lassen.
In der Zwischezeit steckt ihr die große Schablone auf dem Filz fest und schneidet eine Toastscheibe (oder gleich mehrere) aus.
Als nächstes könnt ihr die kleine Schablone auf das befliesofixte Papier legen und pro ausgeschnittenem Filztoast zwei kleiner Stoff-Toasts aufzeichnen und ausschneiden. Das Papier kann jetzt ab.
Jetzt bügelt ihr einen der Stoff-Teile auf dem Filztoast auf.



Dann steckt ihr die Stoffumrisse mit Stecknadeln nach - 1 - (die Nadeln müssen auf der gegenüberliegenden Seite rausschauen - 2 -), wendet den Filztoast und legt zwischen die Nadelspitzen eine Stofftoastscheibe (Fliesofix nach unten). Im Anschluss vorsichtig die Nadeln entfernen und den Stoff aufbügeln.
Wenn ihr jetzt mit dem Zickzack-Stich die Stoffkante entlangnäht, versäubert ihr im Bestfall (wenn ihr ordentlich zugeschnitten habt und die Nadeln gerade reingepiekst habt) beide Stoffseiten gleichzeitig - 3 -.

Das ganze funktioniert natürlich auch mit Brotscheiben! Logisch.

Weil man hinterher immer schlauer ist, hab ich beim Zuschneiden natürlich keinen Gedanken an die Vorteile von symetrischen Schnitteilen verschwendet und entsprechend ist es mit der Perfektion der Nähte auf der Rückseite so ne Sache, aber das zeigen meine Fotos nicht und den Zwerg stöhrt es ganz bestimmt nicht!

Fazit: Essen nähen macht Spaß!
Hier noch die Schablone für den Toast:
Ab damit zum Creadienstag und zu Made4BOYS!

Alles Liebe
Eure Anna

Montag, 13. Oktober 2014

Der 12. Oktober 2014

begann eigentlich schon am 11. Oktober gegen 19 Uhr als die ersten Gäste zu unserer kleinen Party eintrudelten. Der Liebste und ich wurden nämlich im Septeber gemeinschaftlich 80.
Entsprechend wurde den ganzen 11. lang gekocht, geräumt und geputzt.
Um Euch einen Einblick in die wunderbar-friedlich Grundstimmung zu verschaffen, mit der ich in den Abend startete, muss ich die Regeln ein wenig beugen und Euch ein Bild vom 11. - kurz vor Start der Sause zeigen:

(ist heute also ein 1 von 11 + 11 von 12)
Im Laufe des Abends der Nacht wurde das Buffet geplündert


viele, nette Menschen gingen ein und aus


und es wurde ein klein wenig Bier getrunken.


Am Ende saß eine winzige Runde im Dunkeln um einen kleinen Tisch herum. Dann sagten wir uns
gute Nacht.


Der Tag-Teil des 12. Oktober steht unter dem Zeichen des Katers!
Und des Hustens.
Und des nörgelnden Zwergs!
Das erste Bild des Tag-Teils entsteht etwa eine Stunde nachdem ich von einer fiesen und völlig überflüssigen Husten-Attacke rechts von mir geweckt wurde. Ich habe gerade mal vier Stunden geschlafen. Mir ist flau. An Kaffee nicht zu denken.


Sieht man mir auch ein wenig an - oder?


Stellvertretend für das Chaos in weiten Teilen unserer Wohnung (der großartige Mann hat nachts noch ein wenig geräumt) zeige ich Euch mal einen 2qm-Ausschnitt des Kinderzimmerfußbodens

  
Aufgrund seines fiesen Hustens und meiner eher kläglichen Tagesform wird der Zwerg erst mal vor
dem Inhalator geparkt. Laaaange!


Ich riskiere einen Blick aus dem Fenster. Immerhin ist es nicht sonnig! Es gibt nichts schlimmeres als strahlender Sonnenschein, wenn Du zu Beginn eines verkaterten Sonntags schon weißt, dass Du das Haus nur im absoluten Notfall verlassen wirst. (Ich hab dann immer ein schlechtes Gewissen, dass ich den letzten schönen Tag nicht draußen verbringe - bewölkt ist also viel besser).






Es kommt wie es kommen muss. Der Zwerg trotzt (wenig Schlaf + Husten + Entwicklungsschub + das
Verbot meinerseits den gesamten Sonntag Videos zu schauen) und brüllt mich an, haut und tritt mich.
Als er dann noch versucht mich zu beißen, setze ich ihn vor die (Schlafzimmer-)Tür und wecke seinen
Vater. Soll der sich um den kleinen Satansbraten kümmern. Ich war die letzten zwei Stunden dran.


Nach einer weiteren Runde Schlaf geht es mir bedeutend besser. Ich übernehme das Kind, der Liebste legt sich wieder ab. Ich probiere mich im Aufräumen,



gebe aber zeitnah wieder auf. Der 13. ist auch noch ein Tag!
Danach folgt Rumgefläze im Bett, ein gemeinsamer Mittagsschlaf (15:30-18:30) und nach einem weiteren Total-Ausflipper des Juniors ein (vorgekochtes) Abendessen und ganz schnell zurück ins Bett.

Drum gibt es mein 12 von 12 auch erst heute (= ein wunderschöner Montag-Morgen an dem ich mich rundum ausgeschlafen und wieder richtig gut fühle).
Nachträglich die liebsten Geburtstags-Grüße an Caro. Und wie immer ein dickes Dankeschön für`s Sammeln.

Euch wünsch ich einen fabelhaften Start in die Woche.
Alles Liebe
Eure Anna


Dienstag, 7. Oktober 2014

Die Sache mit dem Kleinmöbel l eine Kinderküche

Wir sind sicher nicht die Ersten, die aus einem alten Nachtschränkchen mit viel Liebe und Aufwand
ein Kinderküche gebaut haben.
Ich hab mir im Vorfeld dieses Projekts einige tolle Exemplare auf Instagram und anderen Blogs
angesehen und ausgiebig bestaunt.
Und dann hab ich mich gemeinsam mit meinem Liebsten über unser Exemplar her gemacht.
Ok - erst mal hab ich ihm das Feld überlassen und mich auf Materialsuche begeben.
Filzplatten, die dann kurzer Hand doch von Moosgummi ersetzt wurden (sollten nur Platzhalter sein
und dann gefiel es uns zu gut), eine Emailschüssel, Holzscheiben als Knöpfe, Griffe, zwei
Gewürzregale vom Möbelschweden hab ich zusammengesucht und unser cooler Nachbar steuerte
noch diesen großartigen Wasserhahn bei.



Zwischenzeitlich hatte der Liebste schon eifrig geschliffen, gesägt und ein wenig gemalt.
Ich hab dann auch noch den Pinsel geschwungen und ein wenig tapeziert (den Backofen).
Das Endergebnis macht mich ziemlich glücklich.



Der Zwerg liebt seine Kinderküche heiß und innig. Als er am Geburtstagsmorgen in sein Zimmer kam,
ist er erstmal vor Überraschung wie vom Blitz getroffen stehen geblieben.
Seither wird jeden Morgen schon vor der Kita eifrig gekocht und gebacken.

Rückblickend war das Komplizierteste an der Sache ein Kindergeschirr zu finden, dass nicht so winzig
ist, dass man sich als Erwachsener die Finger bricht, wenn man zum Kaffeeklatsch im Kinderzimmer
eingeladen wird. Und wieso muss eigentlich jedes bek*** Kindergeschirr Rosa sein? Nicht, dass Jungs
nicht auch rosane Sachen haben dürften, aber diese Prinzessinnen, Glitzer-Pferde und der gleichen...
Muss doch nicht sein!
Schon klar, ich weiß auch, dem Zwerg ist das ziemlich Schnuppe. Aber ich wohne auch da. Im Idealfall
gefällt mir sein Kram auch. Ich muss ihn nämlich sehen, aufräumen, mit ihm spielen oder vorlesen.
Ihr versteht mich, stimmt's?!



Ganz leicht abgeschweift. Jetzt gefällt mir die Küche und das Zimmer jedenfalls ziemlich sehr gut.
Und da ich finde, dass ich Euch für's erste genug zugetextet habe, kommt der ganze Tinnef, den ich
zum Verkochen fabriziert habe, in einem anderen Post.

Die Küche wandert jedenfalls zum Upcycling Dienstag (hab schließlich einem ollen Nachtschränken zu einem deutlich besserem Leben verholfen) zum Creadienstag und zu Made4Boys und ich setz mich jetzt an die
Nähmaschine. Euch wünsch ich einen wunderschönen Tag.
Kocht Euch was hübsches.

Liebste Grüße von der Anna


PS: Dank Dachgeschossausbau hab ich im Kinderzimmer nur sehr wenig Licht - selbst bei strahlendem Sonnenschein. Stellt Euch das leuchtende weiß einfach vor, ok?

Freitag, 3. Oktober 2014

Feiertagsfreude

Es ist Freitag. Es ist sechs Uhr zwanzig. Ich bin wach. Ich bin ausgeschlafen. Ich muss heute nicht weg von meinen Liebsten. Muss nicht arbeiten gehen. Darf Bücher vorlesen. Spielen. Ausgiebig frühstücken.
Ich freu mich auf einen wunderbar gemütlichen Herbsttag mit meinen beiden Jungs.




Euch allen einen wunderschönen Freutag.
Alles Liebe
Eure Anna

PS: Warum ich so euphorisch bin? Ich war von Montag bis Mittwoch zum allerersten Mal alleine weg. Und ich hab den Liebsten doll vermisst (aber das kannte ich schon) und den Zwerg wie verrückt vermisst (denn das war neu).
Es ist so schön zu hause zu sein!