Sonntag, 28. Dezember 2014

Stadt // Land // Weihnachten


Ich sitze hier. Die Kerzen am Baum brennen. Die Uhr tickt. Ich bin allein. Zum ersten mal innerhalb der letzten Tage. Es fühlt sich gut an. Besinnlich. Deshalb nutze ich diesen besonnenen Moment, um Euch über mein Weihnachten zu berichten.
Zuallererst: dieser Post wird eine Mogelpackung! Denn ich schreibe nicht wirklich aus der Stadt. Also zumindest nicht aus Berlin. Ich sitze im Wohnzimmer meiner Mutter, während ich diese Zeilen an Euch richte, denn da habe ich mit meinen Jungs die Weihnachtstage verbracht.
Rückblickend kann ich allerdings sagen, dass der Unterschied zum letzten Jahr, als wir in Berlin gefeiert haben, verschwindend klein war.


Der Baum wurde von mir geschmückt - meine Schwiegerma hat mir zuletzt noch geholfen, die Strohsterne unterzubringen (und ein paar meiner liebsten Kugeln hab ich sogar mitgebracht). Drum sieht der Baum aus, wie er aussieht, wenn ich ihn schmücke: rot, gold, Sterne... und echte Kerzen! Dreijährige Zwerge wissen nämlich schon, dass man Kerzen nicht anfassen darf, wenn sie brennen. Das Essen wurde von mir mitgekocht - ok, nur teilweise - und es war zu viel und sehr lecker.
Die Geschenke kommen vom Weihnachtsmann, wurden aber zu siebzig Prozent von mir verpackt... also alles beim Alten.

Weihnachten macht mir gemischte Gefühle. Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, was ich genau feiere. Dafür bin ich mir ziemlich sicher, dass der Zwerg viel zu viele Geschenke bekommt. Tolle Geschenke, keinen Plunder mit dem er nichts anzufangen weiß, aber doch so viel, dass er ab Geschenk Nummer drei nur noch von Paket zu Paket flippt und völlig aufgedreht Geschenkpapier zerfetzt.

Mir geht es an Weihnachten darum, den Menschen, die ich lieb habe, eine materialisiertes "Ich hab dich lieb" zukommen zu lassen. Es geht mir um die Vorfreude meines kleinen Jungen. Es geht mir darum, einen magischen Moment zu kreieren. Ich will, dass er an den Weihnachtsmann glauben darf.
Dass er sich wundert. Freut. Aufgeregt ist.
Ich glaube, wir haben das dieses Jahr ganz gut hinbekommen!
Das mit dem "Ich hab dich lieb" hat hoffentlich auch geklappt. Ich habe mir zumindest viel Mühe gegeben, es in meine Geschenke hineinzunähen und zu stricken und so weiter...

Ich habe wirklich schöne Momente verbracht mit meiner Familie. Ich fand es wirklich schön, Zeit mit so viel Familie auf ein Mal verbringen zu dürfen - meine Brüder, meine Mutter, die Mutter vom Liebsten, mein Vater und seine Frau und nicht zu vergessen meine großartigen Freunde, die meine noch großartigere Mutter am Heilig Abend zu späterer Stunde noch auf Plätzchen und Wein eingeladen hatte.

Das macht für mich ein tolles Weihnachten aus. Ganz viele liebe Menschen um mich herum und das
Strahlen meines Zwergs.
Dafür bin ich sehr dankbar.

Und das der Weihnachtsmann so wunderschöne Geschenke mit im Gepäck hatte, das freut mich natürlich auch!



Wo ich bin, ist mir ganz und gar gleich!
Ein leises Stimmlein sagt mir allerdings, dass ich mich auf den Tag freue, wo ich mal wieder einen 25. auf dem Sofa mit einem schnulzigen Film verdaddeln darf.
Aber das kommt sicherlich auch wieder.
 
Bis dahin krabbele ich auf dem Fußboden rum und spiele Playmobil, fische das neue Buch unter dem Schrank hervor und fege die Plätzchenkrümelei auf und genieße es in vollen Zügen Mama zu sein.

Bevor der Zwerg wieder ins Zimmer stürmt und mich in Beschlag nimmt, will ich aber rasch noch fünf Minuten mit dem Liebsten Tee trinken, drum sag ich an dieser Stelle Tschüss. Danke für`s Lesen. Danke liebe Laura für die schöne gemeinsame Blog-Zeit - es war mir ein Fest! - und bis nächstes Jahr.

Macht`s gut.
Rutscht gut.

Eure Anna

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