Sonntag, 16. Februar 2014

Stadt // Land // Kind


Hallo ihr Lieben, da sind wir wieder mit einer neuen Runde Stadt // Land // +. Wie jeden Monat erzählen Laura und ich aus unserem Leben. Beide zum gleichen Thema. Und diesen Monat steht das "+" für Kind. Ein Themenkreis der kaum weiter sein könnte. Ich hab kurz in Erwägung gezogen, mir ein Stadtkind zu backen - auch weil meins gerade so nervig vor sich hin trotzt...
Statt dessen gibt es jetzt einen bebilderten Auszug aus meinem Leben:

Als ich klein war, so etwa im Alter vom Zwerg, da zogen meine Eltern mit mir aufs Land. Ich lebte da bis zum Abitur. Es war grün, still, weitläufig. Es gab Wälder, Kuhställe, einen großen Garten.

(Nein, das ist nicht das Haus in dem wir lebten sondern der inzwischen verfallene Hof gegenüber!)




















Als ich schwanger wurde, war meine Mutter ein wenig ratlos, wie ich in dieser großen, gefährlichen Stadt, in einer Wohnung im 4. Stock, in einem Haus ohne Garten ein Kind großziehen will. Insgeheim denkt sie, glaub ich, es wäre besser für den Zwerg, wenn wir auf`s Land ziehen würden. Ich hingegen bin absolut vom Gegenteil überzeugt.
Nicht das es für Kinder nicht großartig wäre durch Wälder zu schleichen, aus Stöcken und Steinen Häuser zu bauen, Straßen zu überqueren auf denen nicht ständig Autos fahren... Land ist super für Kinder.
Außer da sind keine gleichaltrigen Kinder.
Das war bei mir nämlich so.
Ich kann einiges Romantisches sagen über das Leben auf dem Land. Aber für mich war`s `ne recht einsame Sache. Im ganzen Dorf gab es genau ein Mädchen in meinem Alter. Das war leider nicht so nett. Aber es gab keine Alternative. Und als ich älter wurde ging ich dann in der nächstgelegenen Stadt zur Schule. Alle waren am Wocheende unterwegs. Außer mir. Ich saß in dem Kaff fest.



















Jetzt wohne ich in der großen Stadt.
Spätestens als ich 2011 begann 4-stündigen Kinderwagenmärsche zu machen, damit mein kleiner Quälgeist schlafen kann, war ich unermesslich dankbar für all die Menschen. Allein in der Pampa hätte ich mich sehr einsam gefühlt. Später lernte ich die Kindercafés lieben. Der Zwerg auch. Überhaupt findet er es hier ganz gut. Seine Begeisterung für Tiere ist zwar viel viel größer als die für U-Bahnen, Autos und Kräne, aber auch hier gibt es einen Bauernhof in der Nähe und auf den Gehsteigen sind massenhaft Hunde unterwegs. Und er freut sich wie Bolle, wenn er durch den Hof tapst und einen unserer vielen Nachbarn trifft. Die sich auch! Das ist ein bißchen wie damals bei mir in dem kleinen Dorf. Und der Zwerg hat dank Kitaplatz, auch wenn er bis dato Einzelkind ist, Gleichaltrige um sich, mit denen er echt viel Spaß hat!



















Vor allem aber wären der Liebste und ich kreuzunglücklich auf dem Land. Wir haben beide lang genug auf dem Land gelebt. Wir haben uns gezielt für die Stadt entschieden. Wir mögen das. Und unglückliche Eltern sind nie gut für Kinder.

Nur das mit der gesunden Landluft - das ist wohl nicht zu bestreiten.

Ich back mir jetzt also ein nicht trotzendes Stadtkind und einen Jahresvorrat Landluft und wünsche Euch noch einen wunderbaren Tag.

Alles Liebe
Eure Anna

1 Kommentar:

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