Sonntag, 19. Januar 2014

Stadt // Land // +


Heute möchten wir Euch herzlich Willkommen heißen zu unserem neuen Projekt „Stadt // Land // +“ !


Wir, das sind Laura von kvik und Anna von tepetua.

Wir haben uns im realen Leben vor ca. 2,5 Jahren hochschwanger in Berlin kennengelernt und von da an immer wieder Zeit zusammen mit den Zwergen verbracht. Irgendwann stellten wir fest, dass wir uns nicht nur real begegnen, sondern auch virtuell. Wir beide bloggen. Eine nette Parallele.

Dann kam aber der Tag an dem Laura die große schöne Stadt verließ und auf´s Land zog. Seit dem hat sich unser Verbundensein mehr auf die virtuelle Ebene verschoben.

Bei einem Telefonat im Herbst stellte Anna dann fest: "Wir leben so unterschiedlich und doch so gleich"... Und so entstand die Idee sich, anstatt bei einem Kaffee in Berlin, zukünftig virtuell über das Stadt-Land-Leben auszutauschen.

Bei „Stadt // Land +“ werden wir einmal im Monat über ein Thema bloggen.

Anna aus Berlin und Laura vom Lande aus. Das Thema ist für beide gleich – Die Ausführung wird ganz persönlich, geprägt von unserer jeweiligen Situation sein.

Wir hoffen, Ihr habt Spaß beim Lesen!

Und los geht’s...


Hallo Ihr Lieben,

ich bin Anna. Ich blogge hier seit Anfang 2013. Außerdem bin ich die Mama vom Zwerg (Jahrgang 2011) und die Frau an der Seite des Liebsten. Ich nähe, schreibe, koche, backe und bastele viel, gern und zunehmend besser. Seit 2009 lebe ich mit dem Liebsten zusammen in Berlin. Meine Stationen davor waren im wesentlichen Bamberg (und Umland) und München.
















Ich lebe gern in Berlin.
In München fand ich es anstrengen, dass man selbst mit Schüttelfrost und Gliederschmerzen top gestylet sein muss, wenn man sich mit letzter Kraft vor die Tür schleppt, um beim Bäcker ein Brot zu kaufen, es sei denn, man mag es, wie ein Freak angestarrt zu werden. In Berlin wüsste ich gar nicht, was ich anstellen müsste, um so viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, wie in München in den fünf Minuten S-Bahn-Fahrt von der Hackerbrücke bis zum Hauptbahnhof im oben erwähnten Gesundheitszustand.
Außerdem bekomme ich bei Metallplaketten mit der Aufschrift "Betteln uns Hausieren verboten!" immer leichte Magenschmerzen.

Ok, zugegeben, ich bin manchmal schon mit dem Gedanken beschäftigt, was ich meinem Zwerg antworte, wenn er mich eines Tages fragt, was mit dem Mann los ist und dabei auf einen volltrunkenen Obdachlosen oder einen Junkie zeigt. Aber abgesehen davon, finde ich Berlin großartig.

Ich könnte Euch jetzt wunder was vom kulturellen Angebot der Stadt erzählen oder den hippen Clubs, aber ehrlich gesagt waren meine wilden Jahre schon vorbei, als ich in die Hauptstadt zog und das mit dem kulturellen Angebot stimmt, bleibt aber von mir in den letzten Jahren eher vollkommen ungenutzt.
Das mag daran liegen, dass ich in meinem Leben vor dem Kind Schauspielerin war und ständig abends unterwegs war (Proben, Vorstellung, ...) und es deshalb ganz gut finde, meinen Zwerg ins Bett zu bringen und dann noch ein wenig Zeit für mich zu haben.

Außerdem ist Berlin dank seiner Kieze ein riesiger Verbund von kleinen Dörfern. Zumindest kommt es mir nicht sehr großstädtisch vor, dass ich ständig andere Leute auf der Straße grüße, weil ich sie kenne und die Fleischereifachverkäuferin im Supermarkt sich nach dem Wohlergehen meines Sohns erkundigt.















Das kommt mir allerdings entgegen, da ich mit Bamberg (und Umland) vor allem Umland meinte, genauer gesagt, ein winziges Kaff auf dem flachen Land, in dem 1984 weniger als hundert Einwohner, dafür aber mehr als 300 Kühe lebten. Ich mag es, wenn die Menschen um mich rum keine völligen Fremden sind, weil ich das schon von klein auf so kenne.
Ja, ich lebe gern in der hippsten Stadt Deutschlands, weil sie eigentlich ein Kaff ist.
Nu isses raus!
Nein! Das Kaff wäre unerträglich, wenn es hier nicht so multi-kulti und kreativ, so reich und arm, so elitär und so leger wäre. Das alles macht es möglich, dass hier so viel sein darf.

Deshalb Berlin. Ich will hier nicht mehr weg. Ich schlage gerne Wurzeln.

Und ich freue mich darauf, Euch in den kommenden elf Monaten mit zu nehmen in mein Berlin.

Außerdem freu ich mich darauf, die bezaubernde Laura, mit der ich, solange wir noch beide in der großen Stadt wohnten, nicht ansatzweise genug Zeit verbringen durfte, auf diesem Wege noch besser kennen zu lernen.

Alles Liebe aus Berlin
Eure Anna

Nachwort zur Bildauswahl: 
Als Laura und ich die ersten Ideen entwickelten, was wir gemeinsam in der virtuellen Welt so anstellen könnten, kam auch die Idee eines Backprojekts auf und wurde verworfen/-tagt. Stadt // Land // + sollte es werden. Das dieser erste Post bei uns beiden ein wenig textlastig ausfallen würde, war auch recht schnell klar. Weshalb Laura neulich in einer Mail vorschlug, die Vorstellung von uns und unserem Projekt doch einfach zu backen. Bitte Laura, kannste haben!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen