Dienstag, 27. September 2016

Piraten-Shirt zum 5. Geburtstag

Der Zwerg wird fünf! Morgen! Das klingt schon ziemlich alt. Das sieht auch schon ziemlich alt aus. Vorallem im direkten Vergleich mit dem Wichtel-Bruder. Besonders cool daran ist, dass er sich (inzwischen schon zum zweiten Mal) das Thema für sein Shirt selbst aussuchen konnte. Ich frage. Er überlegt kurz und antwortet dann (wie aus der Pistole geschossen), er hätte diesmal gern ein Piraten-Shirt mit Schiff und Pirat. Erleichterung macht sich breit, denn das klingt ziemlich machbar.

Ich habe, weil es bei so filigranen Motiven mit Gesichtern und tausend kleinen Details einfacher umzusetzen und meines Erachtens auch schöner ist, die komplette Applikation aus Jersey hergestellt und statt mit Zickzack-Stich mit Gerad-Stich gearbeitet. Mehr als einen Mini-Totenkopf zu nähen, hätte ich nicht verkraftet (verdammter Frickel-Kram!) deshalb kam mir das Webband mit dem Totenkopf-Motiv für den Piraten-Hut sehr entgegen.

Das Shirt ist ein Kauf-Shirt von Ernst*ngs. Ich war überglücklich, als ich ein Shirt in blau-grün-Tönen in den Händen hielt. Ist ja gar nicht so leicht, Nicht-Print-Shirts zu bekommen! Und ich wollte unbedingt eine dunkle Applikation auf dunklerem, aber nicht zu dunklen Grund - wegen der hohen Fleckendichte, die der Zwerg beim Essen, aber auch sonst so, produziert.

Ich bin rundum happy mit dem Shirt. 
Dem Zwerg wird es hoffentlich auch gefallen.
Morgen früh bin ich schlauer. 
Heute schon geht das Shirt zum Creadienstag (und ich freu mich, dass ich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder mitmachen kann!)

Euch wünsch ich alles Liebe
Von mir hört ihr wieder am Sonntag. Dann gibt`s hoffentlich ein WIB mit vielen schönen Fotos von einem wunderbaren Party-Wochenende.

Habt`s gut.
Eure Anna

Sonntag, 25. September 2016

WIB l 24./25. September 2016

SAMSTAG:
Schon wieder ein Geburtstags-WIB. Diesmal ist der Liebste an der Reihe. Deshalb stehe ich auf und drapiere erst mal Geschenke.

Der Wichtel schläft noch. Zeit für Kaffee und ein wenig Smartphone-Gedaddle. Dann wird der Wichtel doch noch wach und kurz darauf höre ich den Zwerg aus dem Kinderzimmer zu seinem Papa sagen - nein rufen: "Weil Du heute Geburtstag hast, darfst Du schlafen so lang du willst." So lieb! Schade nur, dass er ihn spätestens damit ganz sicher wach gekriegt hat. Na, dann bring ich mal Kaffee!

Als erstes müssen Geschenke ausgepackt werden, sagt der Zwerg. Danach darf ich rasch den Frühstücks-Tisch decken. Der Liebste wünscht sich Geburtstags-Crêpes. Die sind lecker. Das gleicht halbwegs aus, dass der liebevoll gebackene Apfel-Rosen-Kuchen extrem bäh schmeckt. Nie wieder Pudding mit Reismilch kochen!!!

Der Wichtel wichtelt ganz entspannt vor sich hin, währed wir Großen räumen, machen und tun und zwischen durch dem Zwerg beim Zahlen-Rätsel-Lösen unterstützen.

Papa und Zwerg gehen noch ein wenig Einkaufen. Der Wichtel geht ins Bett.

Ich backe unterdessen Auberginenscheiben.

Nach dem Einkauf sind alle müde. Die Großen wollen schlafen, der Zwerg nicht so dringend. Statt dessen spielt er ganz gedankenverloren vor sich hin. Wie gesagt: es sind ALLE müde.

Am frühen Abend kommt eine Freundin mit ihren 7 Monate alten Zwillings-Jungs zum Essen, von dem es kein Foto gibt, da wir vor lauter Babys betüddeln eh kaum zum Essen kamen. Später am Abend kommen dann noch ein paar Nachbarn und ein paar Freunde vorbei. Ich stille den Wichtel eine Stunde lang in den Schlaf. Dann wag ich mich nach draußen. Alle drängen sich in der Küche. Ich mach Disko-Licht im Wohnzimmer. Der Zwerg ist immer noch NICHT müde und schläft folgerichtig auf mir liegend ein. So schön!



SONNTAG:
Der Wichtel weckt mich um 6:15. Ich bin so müde! Kein Kaffee! Ich muss noch mal schlafen. Sobald der Wichtel wieder müde genug ist. 1,5 Stunden später ist es so weit. Endlich. 
In dem Moment steht der Zwerg auf der Matte. Ich möchte heulen. Tu ich aber nicht, sondern verpasse dem Großen den I-Pod und Conny ermöglicht mir weitere 30-45 Minuten Schlaf. Dann fühl ich mich halbwegs menschlich. Nach einem dreifachen Kaffee kann ich sogar ein wenig vorlesen. Auch wenn Comics vorlesen echt nervt...
Wir bauen gemeinsam Lego, falten Origami-Dinge und stempeln Packpapier für die Mitgebsel-Tüten für den Zwergen-Geburtstag nächste Woche.

Dann wird "gefrühstückt". Der Liebste war nachts um 4 noch in der Küche zugange (leichter Schlaf bringt semi-nützliches Wissen) und will Rührei. Der Wichtel darf zum allerersten Mal mit am Tisch sitzen und kommt sich mäctig groß vor! Rührei kriegt er allerdings nicht. Pastinakenbrei schon. Findet er gut. Hauptsache er darf den Löffel halten.

Dann fühlt er sich wieder sehr müde. Ich schmachte mein schlafendes Baby an.

Am Nachmittag wird schnell noch der Rest vom gestrigen Abendessen vertilgt, dann zieht es uns noch mal nach draußen. Wir haben für den Zwergen-Geburtstag ein Häuschen gemietet, dass ich mir zwecks Deko-Ideen noch mal ansehen muss. Da wird gerade auch gefeiert und ich darf mich kurz umsehen. Anschließend beglückwünsche ich uns zu dieser super Entscheidung. Total nett da!

Auf dem Heimweg wird unser Großer unfassbar nervtötend und bratzig. Viel zu spät schnalle ich, dass er völlig unterzuckert ist. Wie so oft wollte er nicht essen, als wir gegessen haben. Pitstop beim Neuland-Hotdog-Laden. Einen halben Hotdog und einen halben Keks mit Schokolinsen später wähne ich schon, dass es nun aufwärts geht. Dann dreht er aber noch mal so richtig frei. Muss auch solche Tage geben!

Der Wichtel war ganztägig entspannt, bekommt aber am Abend fiese Bauchweh (netter Versuch mit dem laktosefreien Käse im Auberginen-Auflauf - das machen wir so schnell nicht wieder). Drum sitze ich jetzt völlig verdreht im Schneidersitz auf meinem Bett. In der einen Kniekehle das Baby, auf dem anderen Knie den Computer. Bevor das Ziehen im rechten Schulterblatt schlimmer wird, sag ich besser mal "Gute Nacht!". 
Bei Susanne gibt es noch ganz viele Wochenenden von anderen Familien zu sehen.

Tschüss, ihr Lieben.
Bis ganz bald.

Eure Anna

Montag, 12. September 2016

12 von 12 l im September 2016

Die Urlaubs-Edition. Ein letztes Mal Urlaub in der Nach-Saison. Seit einer ganzen langen Weile mal wieder in Cannes. Der Zwerg soll vom Französisch-Verstehe zum Französisch-Sprecher werden - so war die Idee. Er hingegen findet, die französische Verwandtschaft könne ruhig ihm zuliebe Deutsch lernen. Und zwar flott. Und die Kinder am Strand gefälligst auch!
Ich schweife ab!
Der 12. beginnt früh. Es dämmert. Ich wechsele eine Windel. Und dann noch eine - der Wichtel zahnt und ist was die Verdauung betrifft irgendwie durcheinander.

Immerhin schläft er wieder ein. Ich auch, aber nur ein bisschen. Dann mach ich unseren Frühstückstisch schön. 

Der Wichtel weckt den Zwerg. Ich höre die beiden durchs offene Fenster quatschen. So süß! Der Liebste macht Kaffee und werkelt auf der Terasse - unter Beobachtung.

Nackig sein fetzt!

Frühstück auch! (ups - unfreiwilliges Product Placement - und dabei esse ich sowas gar nicht...)

Der Wichtel kann sich gerade erstaunlich lang selbst beschäftigen. Fühlt sich zwischen drin fast wie Urlaub an.

Wir Großen essen Nudeln. Der Wichtel starten in seine Beikost-Karriere mit zermatschter Karotte. Echt schräg. Der Zwerg mochte Brei nicht. Also gar nicht. Dem Wichtel schmeckt`s. Und ich hoffe auf weniger Windeln. Karotte soll ja stopfen... mal sehen.

Nach der schlimmsten Mittags-Hitze fahren wir in die Altstadt. Ein paar Besorgungen machen. Der Zwerg darf eine Runde auf`s Karussell.

Captain Baby Sparrow

und sein großer Bruder.

Wir gehen noch ne Runde planschen und Fische gucken und Matsch werfen - was man halt so macht.

Dann geht die Sonne unter. Es sieht gewaltig nach Regen aus. Wir fahren heim. Es regnet. Wir grillen unterm Schirm. 

Zwischendurch bringich noch das Baby ins Bett. Der Zwerg krakelt es wieder wach. Ich bringe es wieder ins Bett, bearbeite Fotos, motze Vater und Sohn ob der unangebrachten Lautstärke an - dann ist Feierabend.


Urlaub tut gut. Zeit zu viert tut gut. Zeit allein aber auch. Und die hab ich jetzt (für ne halbe Stunde - dann muss ich ins Bett, denn der Tag beginnt morgen sicher wieder recht früh - aber wem sag ich das?!)

Mehr 12 von 12s gibt`s wie immer bei Caro.
Gute Nacht, ihr Lieben!

Eure Anna

Sonntag, 11. September 2016

Wochenende in Bildern l 10./11. September 16

Es ist Sonntag Abend. Es ist spät. Wir sind im Urlaub. Wenig Worte. Viele Bilder:

SAMSTAG:
Ich habe Geburtstag. Deshalb habe ich mir eine Tarte aux Abricots gebacken - mit Apfel statt Aprikose. Die anderen dürfen auch was abhaben. Da bin ich gar nicht so.

Der Liebste und der Zwerg haben mir ganz tolle Blumen gebastelt.

Der Wichtel spielt mit dem Hasen...

dann fahren wir an den Strand. Da ist es irrsinnig heiß. Wir baden kurz, dann bauen wir eine Burg.

Der Liebste hat den Wichtel in der Trage. ;-)

Anschließend wird getauscht. Die Jungs gehen schwimmen.

Ich kuschele das Baby - dann geht es nach Hause - Brotzeit im Halbschatten auf der Terasse

Der Wichtel macht einen laaaangen Mittagsschlaf. Ich auch.

Der Zwerg ist total müde, will aber keinenfalls schlafen - er hängt ab und hört ein Hörbuch.

Das Abendessen verpasst er nur ganz knapp.


SONNTAG:
Ich bin als erste wach. Es ist 8 Uhr. Ich trinke Kaffee und bearbeite Fotos.

Die Geburtstags-Blumen wollen frisches Wasser.

Der Wichtel kommt in die Wäschewanne. In der ist warmes Wasser. Er ist sehr sehr zufrieden mit der Welt!

Der Zwerg und die Hängematte und das Hörbuch - es ist Liebe!

Ich werd nicht jünger und meine Haare immer grauer. Dagegen kann man immerhin was tun:

Wieder am Strand: der Wichtel pennt beim Stillen ein. Er ist angekommen im Urlaub. Neue Umgebung, neue Geräusche - alles gut - so schön zu sehen!

Der Zwerg ist eine Wasserratte - erst planscht er mit Papa, dann mit mir, dann mit einem netten kleinen Jungen.

Dann wird es langsam dunkel. Es beginnt ein wenig zu tropfen. Wir fahren heim. Die Verwandtschaft macht Fisch mit Kartoffeln - sehr lecker! Die Kinder schlafen erschöpft. Feierabend!

Und irgendwie hab ich ja das Gefühl, dass die Motive am 12. ganz ähnlich aussehen könnten. Es gibt Schlimmeres!

Gute Nacht, ihr Lieben!
Danke für`s Vorbei-Schauen. Mehr WIBs gibbet hier.

Alles Liebe
Eure Anna

Sonntag, 4. September 2016

Die Geschichte vom "Nachts-Kocher"

Vor ziemlich genau sechs Jahren zog die Frau auf der anderen Seite vom Hof aus. Ich wohnte zu diesem Zeitpunkt seit etwa zwei Jahren in unserer Wohnung. Ich habe sie nie kennengelernt, denn sie wohnte nicht nur in einem anderen Haus als ich, sondern auch in einer anderen Straße. Aber immer wenn ich mit meinem Kaffeebecher auf dem Küchen-Hocker am Fenster saß (damals noch mit einer Zigarette in der Hand) und aus dem Fenster guckte, sah ich ihr Küchenfenster, eingerahmt von zwei knallroten Blumentöpfen. Und manchmal saß sie im Fenster, rauchte, trank Kaffee (nehme ich zumindest an) und telefonierte. Einmal haben wir uns über die beiden Höfe, die wir überblicken konnten, hinweg angelächelt. Und dann war sie plötzlich weg.

Kurz darauf zogen neue Menschen in die Wohnung. Es waren zwei. Eine Frau und ein Mann. Aber ich sah meistens ihn. Er sah mich auch. Und dann verhängte er die untere Hälfte seines Küchenfensters mit einem potthässlichen, hellgrünen Vorhang. 

Was für ein Rückschritt! 
Von roten Blumentöpfen zu hellgrünem Vorhang. Und von der netten Frau mit den dunklen Haaren zu dem Mann mit dem Vorhang.
Und jedes Mal, wenn ich gerade aus aus dem Küchenfester sah, sah ich unweigerlich direkt auf das hässlich begrünte Küchenfenster.
Eines schönen Tages wurde der Vorhang entfernt und ein weißer Raff-Rollo montiert. Ich fand den Sichtschutz gegen uns scheinbar so voyeuristischen Nachbarn immer noch so semi-toll, aber der Anblick des Rollos tat farblich zumindest nicht in den Augen weh.

Ich gewöhnte mich an den Rollo. Und an dessen Besitzer; den Mann, der zu den ulkigsten Zeiten in der Küche werkelte, immer in weißem Hemd, oft mit Pullunder.
Wenn man wie ich lange Zeit nachts in der Gastronomie arbeitet, bekommt man einen guten Überblick darüber, wer nachts um 2, wenn man selbst von der Arbeit kommt, noch wach ist. Er war es oft. Und wenn, kochte er. Und jedes mal im weißen Hemd und mit Schürze, Die zweite Schwangerschaft meinerseits brachte einige schlaflose Nächte mit sich. Und die Erkenntnis, dass man auch nachts um 3 noch kochen kann - also zumindest, wenn man mein Nachbar ist. 

Ich stellte fest, dass er mir ans Herz gewachsen war. 
Ich begann mich zu fragen, was ein weißhemdiger, grauhaariger, ich schätze mal 50-jähriger nachts Essender so beruflich machen könnte. Aber ich bin selbst mit Kontaktlinsen so blind, dass ich sein Gesicht nie scharf sehen konnte und mit Fernglas rüber gestarrt hab ich auch nie! Ich war mir also nicht mal sicher, ob ich ihn erkennen würde, wenn ich ihn auf der Straße treffe. Aber unsere Tagesabläufe gehen, seit ich zum zweiten mal Mutter geworden bin, diametral auseinander, sodass wir wahrscheinlich eh niemals gleichzeitig außer Haus sind. Jedenfalls erschien es mir mehr als unrealistisch, jemals seinen Beruf herauszufinden, ohne ein Spruchband mit der Frage danach an unser Küchenfenster zu hängen. Und die Erinnerung an den grünen Vorhang hielt mich zurück. Der Mann will seine Privatsphäre. Und dazu hat er auch jedes Recht! Keine Zettel an die Fenster! Geht dich auch gar nix an, Anna!

Vor langer Zeit hat mir mal eine Wahrsagerin gesagt, 4 und 9 seien meine Glückszahlen. Nun, es mag sein, dass sie damit Recht hatte.
Heute, am 4.9.2016, sechs Jahre, nach Einzug des "Nachts-Kochers" in die Parallelstraße und somit in meine Nachbarschaft und mein Leben, lief ich an einem Mann vorbei, dessen Frisur, Haarfarbe, Körpergröße und Kleidungsstil verursachte, dass ich mich nach ihm umdrehte. Und eben dieser Mann drehte sich auch um. 
Morgen werde ich ein paar meiner Freunde anrufen und ihnen erzählen, dass der "Nachts-Kocher" Bernhard heißt und Schriftsteller ist. Und dass der grüne Vorhang gar nicht aufgehängt wurde, um seine Küche vor unseren Blicken zu schützen, sondern zum Schutz seines Basilikums vor zu viel Sonne. Und dass er oft überlegt hat, uns mal über die beiden Höfe hinweg zuzuprosten, aber dann hat er sich nicht getraut. Er wollte nicht wie ein Voyeur wirken. 
Demnächst trinken wir mal gemeinsam ein Glas Wein. Also falls wir ein Zeitfenster finden, zu dem wir alle wach sind.

Gute Nacht, ihr Lieben, schlaft gut!
Und gute Nacht, Bernhard - koch Dir was Schönes!

Alles Liebe, Eure Anna

Sonntag, 28. August 2016

Wochenende in Bildern l 27./28.08.16

Beim letzten WIB musste ich leider passen. Ihr hättet nichts außer dem welthöchsten Taschentücher-Berg zu sehen bekommen, denn ich lag erkältet im Bett.
Diese Woche ging es mir peu à peu wieder besser und wir konnten am Donnerstag wie gepant nach Schleswig fahren. Deshalb waren wir am 

SAMSTAG Morgen auch schon richtig angekommen und konnten zügig in den Tag starten. Die Großen schnürten den Picknickkorb, der Zwerg spielte friedlich vor sich hin - und dann ging`s los:

Bei himmlischem Wetter und blaustem Himmel

Dino-Figuren und anderer Spaß wartete auf uns + Oma in der Tolk-Schau - einem Freizeitpark mit unzähligen Fahrgeschäften

Der Liebste musste unbedingt mit dem Zwerg die Sommerrodelbahn testen.

Während die Jungs in der Schlange am Start anstanden, warteten der Wichtel und ich artig am Ziel.

Ein mal die Piste runter war dem Zwerg dann aber genug und so kam ich um das Vergnügen herum. Statt dessen durfte ich mich an einer der zahlreichen Bruder-himmelt-Bruder-an-Szenen erfreuen. Was die aneinander rum-kuscheln und -knutschen - unfassbar!

Auf dem Gelände steht auch ein ganz bezauberndes Karussell - mit der schrecklichsten Musik der Welt - aber die Motorräder und Autos sind super. Sogar das Batmobil war da geparkt. Und der Zwerg setzt sich ins Feuerwehr-Auto - nun ja...

Jedes mal, wenn ich auf Pfaue treffe, versuch ich mein Glück - aber das perfekte Foto will mir nicht so recht glücken.

Und obwohl all die rasanten Fahrgeschäfte und Rutschen locken, ist mein Sohn nur mit Mühe wieder aus dem Bälle-Bad raus zu kriegen. So groß und so süß!

Zum Kaffee-Kuchen ging es am Nachmittag dann noch zum Opa. Der Kuchen war wie immer fantastisch. Leider kamen wir so ausgehungert da an, dass er aufgegessen war, bevor ich ein Foto machen konnte.

Der Wichtel war dann doch ziemlich müde von den vielen Eindrücken des Tages. Also ab mit ihm ins Tuch und dann ab mit uns gen Supermarkt - noch schnell 2-3 Sachen für die Heimfahrt besorgen. 6 Uhr abends. Immer noch traumhaftes Wetter.

Die Königswiesen leuchten in der Abendsonne. Einfach schön!

SONNTAG:
In der Nacht hat es gewittert. Endlich wieder Wetter, wie man es im Norden so kennt:

Vitamine zum Frühstück für mich. Marmeladen-Brot für den Rest der Mannschaft. Und dann auch noch für mich ein kleines... zu gesund ist ja auch nicht gut!

Es folgt Packen und ein wenig Spielen und dann noch rasch zum Hafen: Fischbrötchen für alle kaufen.

Nach dem familiären Fischbrötchen-Verzehr müssen wir los. Der Wichtel macht das mit dem Zugfahren echt gut. Wenn er müde ist, pack ich ihn ins Tuch und er schläft ein Stündchen. Wenn er wach ist, spielt er - oder schmachtet seinen großen Bruder an.

Mit dem ist allerdings nicht viel anzufangen. Er ist müde (will aber nicht schlafen), unterzuckert (will aber nichts essen), gelangweilt (weiß aber nicht, was er spielen will). 

Wir blöden "Kaka-Eltern" (Zitat Ende) machen alles falsch und er ist die meiste Zeit ziemlich unzufrieden und anstrengend. Er tut mir leid. Ich versteh den Frust über den Abschied und so... aber leider ist auch meine Geduld endlich. Drum schläft er mehr oder minder motzend ein und ich freue mich darauf, morgen früh mit einem ausgeschlafeneren Kind zu kuscheln. Jetzt geb ich beiden schlafenden Jungs noch einen Kuss und dann leg ich mich auch hin. War anstrengend!
Und schön!
Doch - vor allem schön!
Es ist großartig, Kinder zu haben. 
Nur manchmal, ganz manchmal, ist es am großartigsten, wenn sie schlafen.

Alles Liebe
Eure Anna

Alle, die noch mehr Familien-Wahnsinn vom vergangenen Wochenende sehen wollen, können sich jetzt noch durch die Liste bei Frau Mierau klicken.